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Gesperrt wird in Kirchheim die Hausner Moosstraße in Richtung Abfanggraben. Nur Landwirte dürfen sie nutzen.

Kirchheim: Zufahrt zum Hausner Moos wird nur teilweise gesperrt

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Auf einen Kompromiss haben sich die Gemeinderäte in Kirchheim verständigt. Die Zufahrt zum Hausner Moos bleibt möglich. Wird aber eingeschränkt.

Kirchheim – Die Moosstraße im Kirchheimer Ortsteil Hausen darf künftig nur noch von land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen befahren werden. Keine Beschränkung in Richtung Hausner Moos sowie zum Abfanggraben gibt es dagegen auf der Flurstraße. Ursprünglich hatte die Kirchheimer CSU geplant, beide Straßen für den Autoverkehr sperren zu lassen. Zahlreiche Bürger protestierten, was nun zum Kompromiss führte Im Juli 2017 hatte der Bauausschuss auf Antrag der CSU beschlossen, mithilfe von Verkehrsschildern den normalen Autoverkehr auf beiden Sträßchen ab dem Kirchheimer Ortsausgang zu verbieten. Gemeinderat Hans Hausladen (CSU) schimpfte damals, dass einheimische wie auswärtige Fahrer mit hoher Geschwindigkeit unterwegs seien. Fraktionssprecher Frank Holz begründete das Verbot damit, dass das Gebiet um den Abfanggraben ein wertvoller Grünzug sei. „Der motorisierte Verkehr sollte eingeschränkt werden, um ruhige Spaziergänge zu ermöglichen. Zum Leidwesen aller Erholungssuchenden nimmt der Verkehr auf beiden Straßen stetig zu, sogar schwere Lkw wurden gesehen.“

In der Folge dieses Beschlusses beschwerten sich jedoch zahlreiche, vor allem ältere Menschen. Sie beklagten unter anderem, sie könnten das Erholungsgebiet im Moos nicht mehr erreichen, wenn sie nicht auf asphaltierten Wegen bis zum Abfanggraben fahren dürften. Der Weg sei dann einfach zu weit. „Andere schimpften, dass die baumlose Strecke vom Maibaum Hausen bis zum Abfanggraben fußläufig zu weit sei, insbesondere in der Sommerhitze, es könne auch nicht jeder Rad fahren“, berichtete Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU). Und begründete damit, warum bislang nichts geschehen sei und der Punkt erneut auf der Tagesordnung stand.

Auch die Idee, dass man die beiden Wege zwar für den allgemeinen Autoverkehr sperren könnte, aber durch eine spezielle Beschilderung weiterhin die Zufahrt für ältere Menschen oder solche mit körperlicher Beeinträchtigung offen hält, sei nicht umsetzbar gewesen. „Ein solches Straßenschild gibt es nicht, und das bayerische Straßen- und Wegegesetz schließt das ebenfalls aus“, sagte Böltl.

Fraktionssprecher Holz sagte, er und seine Fraktion seien gerne bereit, die Flurstraße offenzulassen für alle und wenigstens die Hausner Moosstraße zu sperren. „Das können wir auch gerne für ein halbes Jahr ausprobieren und sehen, was es bringt“, sagte Holz. Sein Fraktionskollege Hausladen widersprach: „Da fährt doch, seit die Brücke über die B 471 fertig ist, fast keiner mehr raus. Ich würde alles so lassen, wie es ist, denn wenn wir die Durchfahrt sperren, müssen wir für diejenigen, die ins Moos laufen wollen, auch Parkplätze anbieten – und die gibt es nicht.“ Gemeinderat Rüdiger Zwarg (Grüne) befürwortete den Kompromiss: „Eine Straße genügt ins Moos für die, die nicht mehr so weit gehen können.“

Mit 8:4 Stimmen beschlossen die Kirchheimer Gemeinderäte, die Hausner Moosstraße zum „Feld- und Waldweg“ abzustufen. In der Folge ist dort Autoverkehr verboten. Bert Brosch

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