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Wegen Schüssen: Polizei-Übung verunsichert Bürger

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Von: Stefan Weinzierl

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Waffe an Polizeigurt
Schüsse bei einer Polizeiübung haben Bürger in Kirchheim verunsichert. © dpa (Symbolfoto)

Bürger haben am Donnerstagvormittag die Polizei alarmiert, weil sie in Heimstetten Schüsse gehört hatten. Die löste einen Großeinsatz aus - und war doch selbst der Grund für die Verunsicherung.

Kirchheim - Mehrere Bürger haben am Donnerstag gegen 11.25 Uhr über den Polizeinotruf 110 die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München kontaktiert, weil sie von Schüssen irritiert waren, die sie im Kirchheimer Ortsteil Heimstetten gehört hatten.

Die Münchner Polizei schickte daraufhin nach eigenen Angaben eine Vielzahl von Einsatzkräften an den möglichen Einsatzort, um den Vorfall zu überprüfen, konnte aber schon bald Entwarnung geben. Denn im Umfeld des möglichen Einsatzortes hatte es zur gleichen Zeit auf einem Gelände eine Polizeiübung gegeben, wie die Polizei berichtet. Dort hatte man tatsächlich geschossen, aber nur mit Übungsmunition.

Weil aber anfangs nicht vollständig auszuschließen war, dass die Schüsse nichts mit der Übung zu tun hatten, leitete die Polizei einen Einsatz nach dem „vorgesehenen Konzept für lebensbedrohliche Einsatzlagen ein“. So wurden nach Polizeiangaben über 50 Streifenbesatzungen koordiniert.

Die Polizei bedauert den Vorfall und will ihn entsprechend nachbereiten, heißt es vom Polizeipräsidium. Die Verantwortlichen der Übung waren wohl davon ausgegangen, dass das Übungsgelände so großräumig ist, dass man außerhalb keine Schüsse hört. Um derartige Vorfälle künftig zu vermeiden, soll außerdem geklärt werden, ob die Polizeiübung überhaupt angekündigt war und wer darüber informiert worden war.

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