Ein Teil des neuen Ortsparks entsteht hier am Hausener Holzweg. Zur LGS soll er fertig sein. Der Freundeskreis-Verein will die Veranstaltung tatkräftig unterstützen. f.: bb
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Ein Teil des neuen Ortsparks entsteht hier am Hausener Holzweg. Zur LGS soll er fertig sein. Der Freundeskreis-Verein will die Veranstaltung tatkräftig unterstützen.

„Das ist eine gute Sache“

Landesgartenschau 2024: Unterstützer gründen „Freundeskreis“ und wollen Vorfreude schüren

  • Bert Brosch
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Die Landesgartenschau 2024 ist ein Großprojekt in Kirchheim. Ein eigener Fanclub soll nun die Vorfreude schüren und in drei Jahren bei der Durchführung tatkräftig mithelfen.

Kirchheim – Wo künftig Spaziergänger durchs Grün flanieren, tragen derzeit Bagger das Erdreich ab. Auf dem 100 000-Quadratmeter-Gelände der Landesgartenschau (LGS) sind die Bauarbeiten in vollem Gange. Doch das Großprojekt ist nicht unumstritten. Um die Vorfreude zu befeuern, formiert sich daher nun eine Art Fanclub. Exakt drei Jahre vor der LGS-Eröffnung am 15. Mai 2024 fanden sich 54 Bürger und Kommunalpolitiker virtuell zusammen, um über die Gründung eines „Freundeskreises“ zu sprechen. Die Initiatoren Jürgen Brecht und Heike Kraft wollen möglichst viel positive Stimmung erzeugen.

„Das ist eine gute Sache, um die Veranstaltung perfekt vorzubereiten, sie zu begleiten und sich danach um das Gelände zu kümmern“, erläuterte Stephan Keck, SPD-Gemeinderat und Aufsichtsratsvorsitzender der LGS. Jürgen Brecht und Heike Kraft waren die Initiatoren der Vereinsgründung, die für den 1. Oktober 2021 geplant ist. „Wir haben uns schon zwölf Themen überlegt, die wir abdecken wollen“, berichtete Brecht. Zur virtuellen ersten Sitzung hatten sich bei ihm über 75 Bürger angemeldet, teilgenommen haben 54. Ein paar mehr sollen’s aber noch werden. „Unser Ziel muss sein, bis zur Vereinsgründung, 100 Mitglieder zu finden“, so Brecht. „Damit jeder Schwerpunkt abgedeckt wird und wir darüber hinaus Mitstreiter haben.“

„Sollte sich ein Verein gründen, hätte der jederzeit die Unterstützung der Gemeinde.“

Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) freut sich über das große Engagement der Bürger, die Landesgartenschau bereits jetzt, drei Jahre vor der Eröffnung, zu unterstützen. „Wir brauchten 40 Jahre Diskussion und drei Anläufe im Gemeinderat, um die beiden Ortsteile Heimstetten und Kirchheim nun endlich mit dem riesigen Park zur LGS zu verbinden“, erinnerte der Rathauschef die Teilnehmer. Ein Freundeskreis sei „sehr wichtig“, der sich im Vorfeld positiv für die Veranstaltung stark mache und Ideen einbringe. „Es geht ebenso um die Unterstützung während der Veranstaltung und darum, dass sich jemand danach um die großen Flächen kümmert“, sagte Böltl. „Sollte sich ein Verein gründen, hätte der jederzeit die Unterstützung der Gemeinde.“

Das Spektrum an Themen, das der Verein abdecken will, haben Brecht und Kraft breit angelegt: gemeinsame Fahrten zu den Landesgartenschauen in Ingolstadt, Lindau und Überlingen in diesem Jahr, eine eigene Webseite soll her genauso wie ein Facebook- und Instagram-Kanal, auf denen man über die Aktivitäten berichten kann. Zudem schweben den Initiatoren ein Fotowettbewerbs oder eine „Woche der offenen Gartentür“ während der LGS vor. Dabei würden Kirchheimer Gäste empfangen und ihren eigenen Garten zeigen. Man könne Patenschaften in kommunalen Pflanzbeeten übernehmen, den Weg vom S-Bahnhof Heimstetten bis zum Eingang Süd der Landesgartenschau neubepflanzen oder die Wegachse zwischen Heimstettener See und dem LGS-Gelände optisch aufhübschen. Während der LGS könnten die Mitglieder das Gelände sauberhalten, Reparaturen in Beeten und an Schildern vornehmen oder Führungen im Gelände und zu externen Flächen übernehmen.

„Wir wollen die gesamte Veranstaltung positiv begleiten und im Großraum München bekannt machen“, verdeutlichte Jürgen Brecht den Auftrag des Freundeskreises. „Dazu müssen wir Vereine und Initiativen ebenso wie Kinder und Jugendliche einbinden.“ Der Verein benötige Personal für Vorstand und Organisation sowie Geld für die Durchführung der Aktionen. Brecht: „Wir haben also bis zum Herbst viel vor uns.“

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