Vier U-Bahnen stehen in einem Bahnhof
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Die CSU-Ortsverbände Kirchheim und Feldkirchen fordern eine Verlängerung der U-Bahn von der Messe München in den Landkreis.

Antrag zweier Ortsverbände

Neuer CSU-Vorstoß für U2-Verlängerung nach Heimstetten

  • Bert Brosch
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Vom Hauptbahnhof mit der U-Bahn nach Heimstetten. Eine Vision, die die CSU-Ortsverbände in Kirchheim und Feldkirchen gern realisiert sähen. Ein Antrag soll die Idee wieder anschieben.

Kirchheim/Feldkirchen – Die geplante S-Bahn-Verschwenkung östlich des Messegeländes ist höchst umstritten. Alle Fraktionen im Feldkirchner Gemeinderat lehnen die Pläne ab. Nun haben die CSU-Ortsverbände in Feldkirchen und Kirchheim eine seit Jahren regelmäßig wieder auftauchende Idee hervorgekramt: die Verlängerung der U-Bahn in den Landkreis.

Die CSU in Kirchheim will, dass sich Bürgermeister Maximilian Böltl als Sprecher des S-Bahn-Bündnisses Ost in den zuständigen Gremien für eine beschleunigte Untersuchung, Planung und Realisierung einer U-Bahnanbindung von Feldkirchen und Heimstetten einsetzt. Die U 2 von der Station „Messestadt Ost“ fortführen, und zwar südlich der A 94 bis Feldkirchen und von dort entlang der M 1 bis nach Heimstetten. Hier soll die Strecke verknüpft werden mit der S 2.

CSU: U-Bahnhalt in Feldkirchen würde Verkehr reduzieren

Laut CSU-Fraktionssprecherin Beate Neubauer wird eine U-Bahnanbindung über Feldkirchen nach Heimstetten bereits auf Landkreisebene untersucht. Diese Bestrebungen seien im Hinblick auf den Bevölkerungsanstieg in der Region und die Überlastung insbesondere der A 94 nun zu beschleunigen. „Ein U-Bahnhof mit zugehöriger P&R-Anlage am Gewerbepark im Feldkirchner Süden würde den Durchgangsverkehr in Feldkirchen in Richtung Messe spürbar reduzieren“, schreibt Neubauer. Die Einwohner aus Ottendichl und Haar könnten so im Süden Feldkirchens sofort auf das U-Bahnnetz umsteigen.

Kirchheims Bürgermeister Böltl begrüßt den gemeinsamen Antrag der CSU-Fraktionen ausdrücklich. „Wir hatten im Bündnis bereits 2018 eine ähnliche Trassenvariante für den Messeverschwenk der S-Bahn diskutiert“, sagt er. „Mir lag es am Herzen, dass die Gemeinde Feldkirchen in den Prozess intensiv eingebunden wird.“ Die nun vorgelegte konkrete Trasse für die U-Bahn-Verlängerung aus München heraus decke sich mit den Zielen des S-Bahn-Bündnisses: mehr Lärmschutz und besserer Takt für die Bürger sowie eine gute ÖPNV-Verknüpfung zwischen Messe und Flughafen (Stichwort: Erdinger Ringschluss), von der ebenso Kirchheim als Wirtschaftsstandort profitieren würde.

„Die Idee ist nichts Neues“

Auch Feldkirchens Bürgermeister Andreas Janson (UWV) unterstützt den Vorschlag „in jeder Hinsicht. Zumal dies von allen Fraktionen im Feldkirchner Gemeinderat bereits seit vielen Jahren gefordert wird.“ Er betont, dass sich schon sein Vorgänger Werner van der Weck (SPD) dafür in vielen Gesprächen mit der Messe München und Vertretern der Landeshauptstadt eingesetzt habe. „Allerdings wurden die Planungen dann wieder verworfen“, erklärt Janson.

Der Feldkirchener SPD-Fraktionssprecher Christian Wilhelm pflichtet Janson bei, „aber die Idee ist nichts Neues und wird, wie im Kreistag beschlossen, schon untersucht“. Die Gleise der U-Bahn reichten ja bereits bis an die Ortsgrenze heran. „Die Verlängerung der U2 habe ich persönlich in unzähligen Gesprächen unter anderem mit der Messe gefordert“, sagt Wilhelm. Der Antrag der CSU gebe dem vielleicht nochmal einen offizielleren Charakter, aber neu sei die Idee eben keinesfalls. „Leider ist eine baldige Umsetzung nicht realistisch“, befürchtet Wilhelm.

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