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Radschnellweg: Das könnte die Trasse durch Kirchheim werden

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Von: Bert Brosch

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Die sogenannte Bestvariante des Radschnellwegs sieht vor, von der Poinger Straße nach rechts in den Hermann-Hesse-Weg (vor den Häusern verläuft ein Feldweg) abzubiegen und dann weiter in die Heimstettener Straße.
Die sogenannte Bestvariante des Radschnellwegs sieht vor, von der Poinger Straße nach rechts in den Hermann-Hesse-Weg (vor den Häusern verläuft ein Feldweg) abzubiegen und dann weiter in die Heimstettener Straße. © Bert Brosch

Die Planungen für Radschnellwege laufen seit Jahren, nun kristallisieren sich Routen im Landkreis-Osten heraus, die auch durch Kirchheim führen. 

Kirchheim – Seit 2017 wird über mögliche Radschnellweg-Trassen aus München hinaus in alle Himmelsrichtungen diskutiert. Jetzt gibt es zwei „Vorzugsvarianten“ sowie eine „Bestvariante“. Bezahlt werden Planungen und der Bau des Teilstücks durch den Landkreis München komplett von diesem.

Um ein attraktives Radverkehrsnetz aufzubauen gaben im April 2017 der Landkreis und die Stadt München eine „Machbarkeitsuntersuchung“ für drei Radschnellverbindungen in Auftrag: Ausgehend von der Münchner Innenstadt wurden Verbindungen im Osten (München - Markt Schwaben), Süden (München - Starnberg) und Westen (München - Oberhaching) untersucht. Kirchheims Radverkehr-Beauftragte Beatrix Winkler stellte nun im Bauausschuss die möglichen Streckenführungen in den Osten der Landeshauptstadt über Feldkirchen, Kirchheim und Poing nach Markt Schwaben vor. Die Strecke hat eine Gesamtlänge von 25,3 km, wovon acht Kilometer auf dem Gebiet des Landkreises liegen. Von 2019 bis 2021 erarbeiteten zwei Büros eine Machbarkeitsstudie, in die auch die Wünsche und Anregungen aus offenen Bürgerwerkstätten einflossen.

Auf Bestvariante fußen weitere Planungen

Es gibt zwei sogenannte Vorzugsvarianten sowie eine Bestvariante. Die erste Strecke führt von Grub durch das Staatsgut, den Gruber Weg, weiter in die Heimstettner Straße, Räterstraße und Bajuwarenstraße zum Heimstettener See und nach Feldkirchen. Die südlichere Strecke führt von Grub entlang der Kreisstraße M1, am Friedhof rechts in die Poinger Straße, an der Kapelle rechts in die Hauptstraße, an der Gabelung links in den Heimstettener Moosweg, über die Bajuwarenstraße in Richtung Heimstettener See in Richtung Feldkirchen.

Die Bestvariante ist schließlich eine Kombination aus beiden Strecken: Von Grub entlang der Kreisstraße M 1, am Friedhof nach rechts in die Poinger Straße, dann in die noch auszubauende Hermann-Hesse-Straße in die Heimstettner Straße, Räterstraße, Bajuwarenstraße zum Heimstettener See nach Feldkirchen. Laut Winkler dient die Bestvariante als Grundlage für weitere Planungen. Für eine dieser Varianten spreche auch die Anbindung an die neue Rad- und Fußverkehrsachse, der Fahrradmagistrale im Ortspark.

Radschnellwege

O Damit eine teure Radschnellverbindung durch den Bund gefördert wird, müssen dort mindestens 2000 Radler am Tag fahren. Die Verbindung München - Markt Schwaben weist im Landkreis München je nach Abschnitt 2300 bis 3200 Fahrradfahrer täglich auf.

O Radschnellwege sollen in einem Entfernungsbereich bis etwa 20 Kilometer ein zügiges, attraktives und sicheres Radfahren gewährleisten.

O Dafür bedarf es hoher Qualitätsstandards: eine ausreichend breite Trasse (drei Meter bei Einrichtungs-, vier Meter bei Zweirichtungsverkehr), ebene Oberfläche, klare Führung, sicher und einfach gestaltete Kreuzungen, die zügig, ohne längere Wartezeit passiert werden können. Schnittstellen zum Verkehr sollen, soweit möglich, vermieden werden. Vom Fußverkehr sollten Radschnellwege getrennt werden. Im Landkreis München wird dieser Standard auf 97 Prozent der Strecke eingehalten.

Der Landkreis rechnet mit Planungskosten von rund 1,8 Millionen Euro, man geht davon aus, dass die Kosten zu 75 Prozent vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert werden. Die verbleibenden Planungskosten trägt der Landkreis. Die Gesamtkosten für die Strecke München - Markt Schwaben werden mit 58 Millionen Euro kalkuliert, auf den Landkreis entfallen davon 14,5 Millionen Euro.

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