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Großen Gefallen an der Planung zur neuen Ortsmitte finden (v.l.) der Kirchheimer Gemeinderat Franz Glasl (CSU), Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU), Gemeinderat Stephan Keck (SPD) und Gemeinderat Gert Kleiber (FDP). 

„Kirchheim 2030“

Letzte Chance für günstigen Wohnraum

Wohnraum für 3000 Menschen will die Gemeinde Kirchheim in ihrer Ortsmitte schaffen. Bezahlbar soll er sein und sowohl Wohnungen bieten als auch Einfamilienhäuser.

Kirchheim – Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) lässt nichts unversucht, den mühsam ausgehandelten Kompromiss im Gemeinderat zum neuen Ortszentrum „Kirchheim 2030“ zum Erfolg zu führen. Das gilt auch für den damit verbundenen Bürgerentscheid – der am Tag der Bundestagswahl, am 24. September, stattfinden soll. Deshalb lud er, gemeinsam mit der Planungsgruppe und den drei Gemeinderäten Franz Glasl (CSU), Stephan Keck (SPD) und Gerd Kleiber (FDP), zu einem offenen Stammtisch ein.

Wie Böltl sagte, ist die gesamte Fläche, der sogenannte Planungsumgriff, mit jetzt 486 000 Quadratmetern, nur halb so groß wie im Konzept aus dem Jahr 2012 vorgesehen. „Aber wir schaffen durch eine sinnvolle Verdichtung sowie deutlich mehr Geschosswohnungsbau trotzdem Wohnraum für rund 3000 Menschen bis im Jahr 2030. Davon wird ein Drittel bezahlbar sein für Menschen mit niedrige und mittlere Einkommen“, sagte er. Zudem entstehen laut Böltl vier neue Kinderbetreuungs-Einrichtungen, fünf Fuß- und Radwege von Kirchheim nach Heimstetten, Gymnasium, Rathaus, Bürgersaal und Bücherei, eine neue Kreuzung anstelle des Kirchheimer Eis und vor allem ein riesiger Ortspark. „Aber wir bauen das alles nur, wenn die Mehrheit der Kirchheimer am 24. September Ja sagt“, sagte Böltl.

Nach Ansicht von Franz Glasl ist der neue Entwurf hervorragend geeignet, um Wohnen, Leben und Freizeit zu verbinden. „Alles ist jetzt schmäler als in der Planung 2012, vor dem gewaltigen Moloch hatten viele Bürger Angst. Dafür haben wir nun genügend Flächen für später zur Verfügung. Der Ansatz mit 900 Wohnungen in großen Häusern sowie 300 Einfamilienhäuser ist sehr gut, das können die Bauträger und die Gemeinde realisieren bis 2030, ohne dass einer wirtschaftliche Probleme bekommt.“

Auch Gerd Kleiber findet, dass „Kirchheim 2030“ perfekt auf das drängendste Problem der Gemeinde eingeht: schnell genügend bezahlbaren Wohnraum schaffen. „Wir brauchen ihn für Senioren, denen ihr Einfamilienhaus zu groß ist, für junge Leute, die von zu Hause ausziehen oder eine Ausbildung beginnen, und für junge Familien. Mit gleich großen Flächen für Wohnungsbau und Grünanlagen sind wir im Landkreis absolut führend.“

Stephan Keck wiederum bedankte sich bei den Kollegen der Planungsgruppe wie auch bei den Fraktionen, für ihre Bereitschaft zu vielen Kompromissen. „Das ist kein Reihenhausbrei mehr, sondern es entstehen viele bezahlbare Wohnungen für alle Bürger. ,Kirchheim 2030’ ist die letzte Chance, so etwas zu realisieren: ein großer Ortspark, viele Wohnungen in einem tollen Viertel.“

Wie notwendig bezahlbarer Wohnraum in Kirchheim sind, zeigte Böltl: „Ich bekomme täglich Anrufe oder E-Mails von Bürgern, die sich für eine der 25 geförderten Wohnungen an der Caramanico-Straße bewerben – dabei sind die noch gar nicht fertig oder gar ausgeschrieben.“ Aktuell kostet die Quadratmeter-Miete in Kirchheim 16,50 Euro in einem Neubau, bei geförderten Wohnungen nur 9,50 Euro.

Beim Bürgerentscheid im September geht es laut Bürgermeister Böltl um die grundsätzliche Zustimmung zur Planung. „Zu Details gibt es weitere Informationsveranstaltungen und öffentliche Bebauungsplan-Verfahren, in denen die Bürger aktiv mitwirken können.“

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