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Geburtstagsständchen: Der Chor singt die „Petite Messe solennelle“.

Festkonzert

Ein Meisterstück zum Geburtstag des Cantate Chors Kirchheim

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Kirchheim – Mit dem Jubiläumskonzert zum 25-jährigen Bestehens des Cantate Chors Kirchheim ist Gerhard Jacobs wirklich ein Meisterstück gelungen. Die „Petite Messe solennelle“ von Gioachino Rossini war ein würdiges Geburtsstagsstück.

Die 40 Chorsänger, allesamt Laien, harmonierten hervorragend mit den vier Solisten und beiden Musikern am Flügel und Harmonium. „Es ist herrlich zu sehen, wie ein Kind blüht und gedeiht“, strahlte die ehemalige Pfarrerin Ulrike Roßmerkel, die den Chor als „Cantate Singkreis“ im Jahr 1990 gründete und bis zum Jahr 2001 auch leitete. „Ich bin nur dankbar“, so Roßmerkel, dankbar für ihren Nachfolger Andreas Obermayer und nun Gerhard Jacobs, der seit Januar 2015 den Chor dirigiert.

Pfarrerin Roßmerkel hob Chor aus der Taufe

In Obermayers Zeit fällt auch die Umbenennung in „Chor der Cantate-Kirche“. Der 25-jährige Nürnberger Jacobs ist ausgebildeter Dirigent für Chor und Orchester. Nur eine halbe Stunde hat er im Herbst 2014 vordirigiert und sich prompt gegen sechs Bewerber durchgesetzt. Er ist ein Jahr jünger als der Chor selbst und dennoch ist es seine einfühlsame und kompetente Art, die die 40 Sänger an Jacobs schätzen. 

Eigentlich hätte das 25-jährige Jubiläum schon vor einem Jahr gefeiert werden sollen, da wurde jedoch dem 30. Geburtstag der Cantate-Kirche der Vorzug gegeben. „Wir wollten einen eigenen angemessenen Rahmen zum Feiern, und haben eben ein Jahr gewartet“, so Jacobs. 

Kleine Festmesse

Er hat für seine Sänger ein breites Programm an weltlicher und geistlicher Musik erarbeitet und mit der „kleinen Festmesse“, einer großen kirchenmusikalischen Schöpfung, einen weiteren Akzent gesetzt. Vier Solisten hat er für das Jubiläumskonzert engagiert, Sopranistin Julia Häusler ist den Kirchheimern bereits durch verschiedene Auftritte bekannt, Mezzosopranistin Anja-Maria Luidl, Tenor Dean Power und Bass Yo Chan Ahn sind Besuchern der Bayerischen Staatsoper und den Münchner Symphonikern keine Unbekannten. Ebensowenig Sophie Raynaud (Klavier) und Stefan Moser (Harmonium), die auf internationalen Bühnen mit großen Orchestern regelmäßig gastieren. „Das ist Adrenalin pur in den Adern“, brachte es Chor-Sängerin Waltraud Lederer auf den Punkt.

So war es nicht nur die evangelische Gemeinde Kirchheims, die den Kirchenraum der Cantate füllte und sich ganz dem fast zweistündigen Genuß, vom Kyrie, Gloria, Credo, Offertorium, Sanctus, O saluaris hostia bis zum Agnus Dei hingaben. „Wir sind extra aus München gekommen und auch regelmäßige Gäste bei der Brunnenhof-Serenade. Das war schon etwas ganz Besonderes heute Abend“, waren sich Waltraud und Helmut Kellmer sicher.

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