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Bürgermeister Maximilian Böltl verlangt ein Raumordnungsverfahren.

Pläne in Aschheim

Nachbar Kirchheim klagt notfalls gegen Schlachthof

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Kirchheim – Die Gemeinde Kirchheim verlangt von den Nachbarn in Aschheim vor dem Bau eines Schlachthofs ein Raumordnungsverfahren (ROV). Der Aschheimer Gemeinderat diskutiert auch eine Resolution gegen den Schlachthofbau.

Noch im Juni hatte Kirchheim die Einleitung eines Raumordnungsverfahrens für den Schlachthofbau bei der Regierung von Oberbayern gefordert. Wenige Tage später kam auch Post aus der Behörde: Erst, wenn das Bauleitplanverfahren eingeleitet sei, werde der Kirchheimer Antrag geprüft. „Und obwohl dies fehlt, hat man uns bereits über die Presse mitgeteilt, dass unsere Forderung negativ beschieden sei. Das ist für mich absolut unverständlich“, sagte Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU). „Erst sollten sie wirklich die Planunterlagen anschauen.“

Forderung nach Raumordnungsverfahren

Für ihn sei es weiterhin „absolut unzweifelhaft“, dass das ROV erforderlich ist. Größenordnung und Raumbedeutsamkeit des Schlachthof-Projekts lasse für ihn keinen anderen Schluss zu. Bis dato habe Kirchheim alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft. „Mehr können wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht tun.“ Sollten sich die Aschheimer beim Bürgerentscheid am 9. Oktober für den Bau des Schlachthofs aussprechen, „werden wir alle weiteren möglichen juristischen Möglichkeiten nutzen, notfalls auch im Klageweg“, gab sich der Bürgermeister kämpferisch. 

Resolution gegen Schlachthofpläne

Thomas Heinik (CSU) regte an, dass sich der Gemeinderat in einem offenen Brief gegen den Bau des Schlachthofs ausspreche. „Damit wir uns nicht vorwerfen lassen müssen, nicht alles gegen den Bau getan zu haben“, fügte Franz Graf (CSU) hinzu. Das will Böltl erst noch in den Fraktionen diskutieren lassen. Um die Kirchheimer Bürger jedoch stets auf dem neuesten Stand zu halten, würden im Mitteilungsblatt die neuesten Fakten veröffentlicht. 

Eine von Marcel Proffert (LWK) geforderte Podiumsdiskussion, wenn möglich mit Aschheims Bürgermeister Thomas Glashauser sowie den Planern und Investoren, will der Gemeinderat erst im Anschluss an den Bürgerentscheid in Betracht ziehen. „Sollten sich die Aschheimer dagegen aussprechen, ergibt sich ja eine völlig andere Sachlage“, schloss Böltl.

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