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Setzen den symbolischen Spatenstich: Projektleiterin Martina Görner und Bürgermeister Maximilian Böltl.

Neue Ortsmitte

Neue Ortsmitte: Startschuss für Kirchheims größtes Zukunftsprojekt

  • Bert Brosch
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40 Jahre hat es gedauert. Jetzt beginnen die Arbeiten für das wohl größte Projekt der Gemeinde Kirchheim. Mit der neuen Ortsmitte „Kirchheim 2030“ sollen Kirchheim und Heimstetten zusammenwachsen. Wohnungen, Gymnasium, das Rathaus, ein Park und ein See sollen unter anderem entstehen. 

Kirchheim – „Endlich geht es los, das erfüllt mich mit großer Freude“, begrüßte Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) Bauträger, Gemeinderäte und Teile seiner Verwaltung zum ersten Spatenstich des Großprojekts neue Ortsmitte „Kirchheim 2030“. Der bis zum Jahresende erstellte Kreisel an der Staatsstraße 2082 ist der Anfang einer großen Baustraße für das erste Wohnquartier.

Bürgerentscheid brachte das Projekt auf den Weg

Im September 2017 hatte sich ein Bürgerentscheid mit großer Mehrheit für das Projekt des Zusammenwachsens der Ortsteile Heimstetten und Kirchheim ausgesprochen. Nach intensiven Verhandlungen und Planungen wurde dann im November 2019 der städtebauliche Vertrag geschlossen. „Mit dem heutigen Tag geht es nun, nach über 40 Jahren der verschiedensten Planungsphasen, endlich los“, sagte Böltl stolz, als er gemeinsam mit Projektleiterin Martina Görner den Spaten symbolisch in ein Häufchen Erde rammte.

Das soll alles neu gebaut werden

Von der Staatsstraße wird der neue Kreisverkehr die Baustellenfahrzeuge in Richtung Wohnquartier ableiten.

In den kommenden zehn Jahren würden nun in mehreren Entwicklungsschritten zahlreiche öffentliche Gebäude wie das Rathaus, der Bürgersaal, das Gymnasium und zahlreiche Kinderbetreuungseinrichtungen sowie neuer Wohnraum zur Miete und im Eigentum entstehen. „Wir planen dies für alle Generationen und Einkommensgruppen, in gemischten Quartieren mit hoher Wohnqualität, geschützten Innenhöfen und Nachbarschaftsplätzen“, sagte Böltl. Die neuen Wohnviertel würden die bestehenden Wohnstrukturen harmonisch fortführen und zum künftigen Ortspark hin offen sein. Mit der Landesgartenschau 2024 ergebe sich die Gelegenheit, eine besonders hochwertige Gestaltung des Parks umzusetzen und diesen auch durch das gemeinschaftliche, verbindende Erlebnis im gesellschaftlichen Gedächtnis der Gemeinde zu verankern. „Dieser Spatenstich heute ist daher der Start eines Generationen-Projekts, das wir trotz Corona wie geplant umsetzen und auch an der Landesgartenschau festhalten. Wir schaffen hier etwas Bleibendes für viele Generationen“, betonte Rathauschef Böltl.

Los geht‘s mit einem Kreisverkehr 

Das erste Bauprojekt wird ein Kreisverkehr von der Staatsstraße 2082 sein, er soll gemeinsam mit einer breiten Baustraße nur für Lastwagen bis Jahresende fertig gestellt sein. „Die archäologischen Vorarbeiten sind komplett abgeschlossen, der Oberboden weitestgehend abgeschoben, nun folgen die Erdarbeiten und der Kanalbau, dann der eigentliche Bau des Kreisverkehrs“, berichtete Görner.

Lastwagen aus den Wohngebieten raushalten

Mit dem Kreisel werde zum einen die Möglichkeit geschaffen, dass die Baufahrzeuge von der Staatsstraße in das neue Baugebiet und weiter zum Heimstettener Moosweg fahren können, die jetzigen Wohngebiete würden also weitgehend verschont vom Lastwagen-Verkehr. „Zum Zweiten ist das die Voraussetzung, um die heutige Hauptstraße in Heimstetten aufzulösen. Dort werden nämlich nicht nur Rathaus und Bürgersaal, sondern vor allem der neue Parksee gebaut“, ergänzte Böltl.

Er freue vor allem auch darüber, dass die komplette Verkehrserschließung in Höhe von 26,57 Millionen Euro von den Bauträgern bezahlt werden. „Das ist das Ergebnis unserer sehr guten Verhandlungen und des städtebaulichen Vertrags“, sagte Böltl.

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