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Mit dem Rad zur Arbeit: Die neue Schulleiterin Christine Sarkar vor der Silva-Grundschule

Neue Schulleiterin an der Silva-Grundschule

Frischer Wind im Klassenzimmer

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Kirchheim - Christine Sarkar (53) gibt zu, dass sie vor ihrem ersten Schultag schon ein bisserl aufgeregt ist. Am Dienstag wird sie ihren Dienst als Schulleiterin der Silva Grundschule in Kirchheim antreten, nachdem sie viele Jahre zuvor Konrektorin an der Grundschule in Ottobrunn war. Die Kirchheimer Schule will sie nach ihrem eigenen Lebensmotto leiten: „mit Herz, Humor und gesundem Menschenverstand“.

Das neue Namensschild an ihrer Bürotür hängt bereits und auch ein Plakat, das ihr die Ottobrunner Schüler schenkten, hat sie an der Wand hinter ihrem Schreibtisch befestigt. Mehr Persönliches hat sie noch nicht, dafür aber schon intensiv in ihrer neuen Schule gearbeitet. Der Stundenplan ist erstellt, die Gespräche mit dem Lehrerkollegium sind auch schon geführt. „Meine Vorgängerin Angela Hilger hat mir alles gezeigt, und nun heißt es mich einzuleben“, sagt sie lachend.

Sie wohnte bereits als Jugendliche zehn Jahre lang in Kirchheim und kehrte Ende 1999 mit ihrer Familie zurück. Mit der Rektorenstelle hat sie sich einen Traum erfüllt, sie kann mit dem Radl zur Schule fahren, „ich bekomme ein schönes Schulgebäude mit einer tollen Ausstattung und netten Kollegen.“ Auch das Schulmotto „ich-du-wir“ trifft genau ihre Lebenseinstellung, denn „ich bin ein Teamplayer und Kommunikationstyp. Meine Devise ist, dass man über alles reden soll, ich bin kein abgehobener Typ, der gesunde Menschenverstand macht mich aus.“

Neben der Schulleitung, diesen Titel trägt sie noch bis zu ihrer offiziellen Ernennung als Rektorin in einigen Monaten, übernimmt Sarkar auch eine erste Klasse, so kann sie ihre Neuerungen und Ziele, die sie Schritt für Schritt einführen will, praxisnah anwenden. Ihr schweben mehrere Lernpaten zur gezielten Förderung einzelner Schüler in verschiedenen Jahrgangsstufen vor. Ebenso langfristig ein Schultheater, denn „hier haben die Kinder ganz tolle Möglichkeiten der Entfaltung.“ Momentan beschränkt sich dieses Projekt aber noch auf eine Umsetzung in den einzelnen Klassen.

Auch das Thema Inklusion und die Integration ausländischer Schüler wird sie beschäftigen, „da ich mit einem Inder verheiratet bin, öffnet mir das gerade bei Eltern fremder Herkunft oft die Türen.“ Ihren Beruf der Lehrerin hat die 53-Jähre ganz bewusst und auch gegen einige Widerstände gewählt. „Meine Liebe zu den Kindern hat die Unkenrufe, dass ich ja sowieso keine Stelle bekomme und am Studienende ohne Job da stehe, überwogen. Ich habe es nie eine Sekunde bereut und nun bin ich Schulleiterin!“

Sabina Brosch

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