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Trotz Dauerregen boten die Tänzerinnen vor dem Rathaus höchste Eleganz.

Straßenfest

Pitschnass auf der Künstlermeile in Haar

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Haar – Alles war perfekt vorbereitet: Musik, Tanz, Theater, Sport, kulinarische Köstlichkeiten und ganz viele Stände mit Kunst, Flohmarkt-Krimskrams, Schmuck oder sozialen und karitativen Informationen. Fast alle Haarer Vereine beteiligten sich neben Privatleuten und Profihändlern an der 12. Künstlermeile. Eine Stunde lang füllten sich auch die Straßen und Plätze rund um Rathaus, Bürgerhaus und Kirche St. Konrad – dann kam der Regen, und der wurde bis in den Abend immer stärker.

Vor einem Jahr klagten Aussteller wie Besucher über die unglaubliche Hitze, jeder sehnte sich nach einem Schattenplatz. Heuer ging es vor allem darum, seine Waren und sich selbst vor den Regengüssen zu schützen. So waren die im Vorteil, wie etwa die Mittelschule an der St.Konradstraße, die neben selbst gebackenen Kuchen und Kaffee „Trockene Sitzplätze in der Schule“ anbieten konnten. Doch diese Möglichkeit hatten nur wenige, und so packten viele der 140 Aussteller pitschnass schon nach zwei Stunden entnervt wieder ein oder hatten in böser Vorahnung gar nicht erst aufgebaut.

Viele Haarer strömen zum Fest

Die Haarer waren wie immer in großer Erwartung ab 15 Uhr ins Ortszentrum geströmt. Wer früh genug da war, konnte sich auch wirklich kulinarisch, musikalisch, sportlich oder künstlerisch an der großen Vielfalt erfreuen. Etwa am Spießbraten der griechischen Gemeinde Haar, den verdächtig leuchtenden Fruchtdrinks „Drachenblut“ oder „Schlumpf“ bei der Nachbarschaftshilfe, den „extra knusprigen“ Pommes des Burschenvereins oder den nordzypriotischen Spezialitäten des Vereins „Rote Taube“, der seinen Erlös an Behinderteneinrichtungen auf die Insel im Mittelmeer überweist. 

Kinderprogramm vor dem Poststadl

Für Kinder war vor dem Poststadel sportliche Aktivität vorbereitet: Bungee-Jumping konnten sie ebenso ausprobieren wie das neue Spiel „Spikeball“, eine Weiterentwicklung von Beach-Volleyball, das sogar zu zweit am Strand, Baggersee oder im kleinsten Garten gespielt werden kann. Leider hatte neben dem Promotion-Team bei strömendem Regen auf dem glitschigen Rasen kaum einer Interesse.

Äußerst rutschig war der Untergrund auch für die exzellenten Tanzvorführungen vor dem Rathaus. Was die Mädchen und Buben aus den Bereichen Ballett, modernem Tanz, HipHop, Street Jazz und rhythmischer Sportgymnastik zeigten, das war angesichts der widrigen Verhältnisse hervorragend. Einen traditionell großen Part nimmt bei der Künstlermeile immer der karitative Bereich ein. Rotes Kreuz und DLRG warben um Nachwuchs und informierten über ihre Tätigkeiten ebenso wie der Hospizverein, das Jugendkulturhaus „Route 66“, der TSV Haar, die Senioren-Hilfsorganisation „Hand in Hand“, der Imkerverein, die Feuerwehr oder das „Ilembula“-Projekt in Tansania der Jesuskirche.

Konzert unter Plastikplanen

Die Kinder freuten sich über drei verschiedenen Kasperl-Aufführungen im Theaterbus, während ihre Eltern auf der Bühne des „Kleinen Theaters Haar“ Darbietungen genossen. Auf den Bühnen am Kirchenplatz und in der Bahnhofstraße gaben Pop-, Rock-, Folklore- und Volksmusik-Gruppen alles, um ein bisschen Publikum zum Verweilen zu animieren. Doch bei peitschendem Regen unter Schirmen und Plastikplanen macht Musik vielleicht in Wacken oder bei Rock am Ring Spaß, aber eher nicht in Haar.

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