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Auf Höhe des Bürgerhauses sowie im weiteren Verlauf Richtung Feldkirchen soll es auf der Feldkirchner Straße in Kirchheim-Heimstetten auf jeder Straßenseite einen farblich markierten Radler-Schutzstreifen geben. 

In der Feldkirchner und Erdinger Strasse

Radler-Schutzstreifen soll auch Durchgangsverkehr abschrecken

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Macht ein Radler-Schutzstreifen speziell in der Feldkirchner Straße zwischen Bürgerhaus und dem Gewerbegebiet Heimstetten die Straße zu schmal für große landwirtschaftliche Fahrzeuge?

Kirchheim –  Diese Bedenken haben Franz Glasl (CSU) und Josef Dirl (ÖDP) im Bauausschuss vorgebracht. Das Gremium hat dennoch mit 10:1 Stimmen so einen Schutzstreifen beschlossen; ebenso in der Erdinger Straße zwischen dem Ortsschild und dem Pfarrer-Caspar-Mayr-Platz. „Unsere Erfahrungen in der Münchner Straße sind so gut, die Streifen kosten nicht viel und sind ja auch nur eine optische Einschränkung“, sagte Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU).

Fahrradfreundliche Kommune

Seit 2015 ist die Gemeinde vorläufiges Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern“ mit dem Ziel, den umweltfreundlichen Radverkehr zu fördern. Ein Fachbüro hat ein Radverkehrskonzept erarbeitet. Der Arbeitskreis „Fahrradfreundliches Kirchheim“ hat nach einem Ortstermin die Wichtigkeit von zwei Schutzstreifen bestätigt: In der Feldkirchener Straße, als alltagstaugliche Radwegeverbindung in die Nachbargemeinde, entlang der Gemeindeverbindungsstraße nach Feldkirchen. Zudem in der Erdinger Straße, als Radwegeverbindung und Lückenschluss zum vorhandenen Radweg, in Richtung Einkaufsquartier in der Fraunhoferstraße.

Laut Böltl betragen die Kosten für die Markierungen an der Feldkirchner Straße rund 22 000 Euro, hinzu kommen etwa 10 000 Euro für Verbreiterungen von Gehweg und Fahrbahn. An der Erdinger Straße soll der Schutzstreifen zwischen Überrheinerstraße ortsauswärts bis zur Staatsstraße 2082 aufgemalt werden und kostet rund 3000 Euro plus Straßenbauarbeiten von 2000 Euro. Insgesamt also Kosten von 25 000 Euro. In den Haushalt 2017 sind für das Radwegenetz im Ortsbereich 75 000 Euro eingestellt.

40 Prozent Durchgangsverkehr

„Wir haben in der Feldkirchner Straße einen Durchgangsverkehrs-Anteil von 14 Prozent, in der Erdinger Straße sind es sogar 40 Prozent. Das ist für mich unerträglich, die wollen nichts in Kirchheim machen, nur durchfahren. Ich hoffe, dass wir neben dem Schutz der Radler diesen Verkehr abhalten können mit den Schutzstreifen“, sagte Bürgeermeister Böltl.

Franz Glasl ist speziell in der Feldkirchner Straße sehr skeptisch. „Es wäre schön, wenn man vor einer solchen Maßnahme die Ortsobmänner des Bauernverbands informiert. Ich und viele Kollegen müssen da durch mit dem Mähdrescher, da ist auch noch eine Bushaltestelle – da geht dann gar nichts mehr, nur weil wir die Radler schützen wollen.“ Auch Josef Dirl wollte zuerst einen Ortstermin gemeinsam mit Landwirten, bevor etwas beschlossen werde.

In der Münchner Straße wirkt der Streifen

Johann Hausladen (CSU) sagte, dass er sehr skeptisch gewesen sei, ob der Schutzstreifen an der Münchner Straße wirklich etwas bewirke. „Aber ich muss heute sagen, dass das wirklich toll ist für die Radler und kein Problem für die Autofahrer, denn die Verengung ist nur optisch, jeder Autofahrer oder Landwirt darf den Streifen ja befahren.“ Gegen die Stimme von Susanne Merten-Wente (Grüne) wurden die beiden Schutzstreifen beschlossen. Es soll aber zuvor noch einen Ortstermin mit den Ortsobmännern geben. Bert Brosch

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