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Noch nicht fertig: Die Grund- und Mittelschule wird nicht weiter bei laufendem Betrieb saniert.   

Erst muss das Gymnasium fertig werden

Sanierungsstopp an der Grund- und Mittelschule 

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Erst das neue Gymnasium, dann geht‘s an der Mittelschule Kirchheim weiter: So lange ruht die Sanierung. Dahinter steckt ein ausgeklügelter Plan.

Kirchheim – Aufgeschoben aber nicht aufgehoben: Die Sanierung der Grund- und Mittelschule in Kirchheim wird nach Fertigstellung der Mensa gestoppt. Erstmal zumindest. Die Ertüchtigung von Akustik und Elektrik muss warten, bis das neue Gymnasium fertig ist.

Die Gründe des Stopps sind wirtschaftlicher und pragmatischer Art. Wenn das neue Gymnasium steht, kann die Grundschule in das leer gewordene alte Gebäude ziehen. „Und dann können wir in einem Aufwasch die kompletten Bauabschnitte durchführen. Das spart Geld und Zeit“, erläuterte Bauamtsleiterin Angela Hartinger-Hirn die Hintergründe.

Im kommenden Jahr wird sowohl die Sanierung der Turnhalle beendet als auch die neue Mensa genutzt. „Die Brandschutzmaßnahmen sind bereits abgeschlossen“, rief Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) in Erinnerung. Sie hatten die Sanierung im Sommer 2015 ins Rollen gebracht. Im gleichen Bauabschnitt wurde die Lüftungsanlage erneuert. Würden die restlichen Arbeiten bei laufendem Schulbetrieb erledigt, könne dies nur abschnittsweise geschehen. Böltl rechnet mit bis zu vier Jahren Baustellenlärm für Schüler und Lehrer – und massiven Einschränkungen im Schulbetrieb durch Sperrungen von Räumen.

Zweiter Vorteil der Baupause: „Wir werden auch bis zu 20 Prozent an Kosten einsparen, denn wir können alle Gewerke gemeinsam ausschreiben. Sowohl die planerischen als auch handwerklichen Leistungen“, erläuterte Böltl. Eine leere Schule zu sanieren sieht die Bauverwaltung zudem als Vorteil, weil die Arbeiten besser koordiniert werden können. Man müsse nicht mit Provisorien arbeiten, die sich stets als Kostentreiber herausstellen. Auch mögliche, während der Sanierung auftretende Mängeln könnten einfacher behoben werden. „Dann muss nur einmal aus- und einmal eingezogen werden. Und wenn’s sportlich geht, dann ist die Schule in einem Jahr fertig“, sagte Böltl.

Was jedoch noch in Kürze erledigt wird, ist das leidige Thema Toilette im Erdgeschoss. Zwar würden nicht alle Sanitäranlagen erneuert, da dies wiederum einen umfassenden Eingriff in die Haustechnik und die Leitungsstränge bedeuten würde. Doch die Pissoirs werden zumindest nun in der richtigen Höhe angebracht und bei ihnen der Reinigungsturnus erhöht.

Ein weiterer Tipp des Bürgermeisters: „Manchmal reicht es aber auch aus, einfach nur ein Fenster zu öffnen.“

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