Mini-Shetti-Pony Gini zieht Isabella in der Kutsche.
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Mini-Shetti-Pony Gini zieht Isabella in der Kutsche.
Kirchheims emeritierter Pfarrer Czeslaw Sajdak segnet Ross und Reiter.
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Kirchheims emeritierter Pfarrer Czeslaw Sajdak segnet Ross und Reiter.

Nach Todesfall

Stefani-Ritt wird zur Gedenkfeier

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Die Segnung von Pferd und Reiter steht im Mittelpunkt des Landshamer Stefani-Ritts. Heuer wurde der Ritt zum Gedenken an den langjährigen Vorsitzenden des Heimatvereins Stefan Seizl.

Landsham/Kirchheim – Seizl wurde im August dieses Jahres jäh durch einen Motorradunfall aus dem Leben gerissen, er ist einer der Gründerväter des Plieninger Heimatvereins, er ließ die alte Tradition des Stefani-Ritts wieder aufleben.

Zum achten Mal fand er diesem Jahr im Anschluss an das Patrozinium der Landshamer St. Stephanus-Kirche statt. „Dass wir diesen auch nach Stefans Tod durchführen, stand völlig außer Frage“, betont Beate Erhard, Zweite Vorsitzende des Heimatvereins. „Der Stefani-Ritt ist nicht nur eine wundervolle Tradition, er war Stefans Herzensanliegen.“

Tradition lebt fort

Angeführt von der Bürgermeisterkutsche mit Roland Frick, Franz Burghart und Franz Birk zogen rund 20 Reiter mit Pferd und Kutschen an Kirchheims emeritiertem Pfarrer Czeslaw Sajdak und Diakon Michael Ibler zur Pferdesegnung vorbei, musikalisch begleitet von der Geltinger Musikkapelle. Die Plieninger Jagdgenossenschaft imponierte mit einem großen Hirschgeweih auf dem Wagen, Island-Stute Fina aus Gelting, der Reiterin Alex kleine rosa Blümchen in die weiße Mähne gebunden hatte, war bei ihrer vierten Segnung völlig unbeeindruckt von Weihrauch und Weihwasser. Ruhig und sicher saßen auch Rebecca und Daria aus Poing auf Max und Yria im Sattel, das kleine Pony Fritz hatten sie dabei in die Mitte genommen.

Das kaum hüfthohe turniererfahrene Mini-Shetti-Pony Gini, zum zweiten Mal beim Stefani-Ritt, strotzte vor Tatendrang und konnte es kaum erwarten, ihre Besitzerin Isabella in ihrer Kutsche wieder in den Stall zu ziehen.

Landshamer Rössl

Stolz trugen Pferd und Reiter die ans Halfter gesteckten Festabzeichen, ein in Wachs gegossenes rotes kleines Pferd. Das „Landshamer Rössl“ wurde als Dank eines Bauern für die Genesung seines kranken Pferdes vor vielen Jahrzehnten gestiftet und ist heute noch in der Kirche zu sehen.

Neuwahlen sind nötig

„Der Erlös aus dem Verkauf des Abzeichens fließt in die Vereinskasse“, sagte Erhard, „Geld das wir auch dringend für den Erhalt von alten Schriften und Dokumenten, den Aufbau und Erhalt von Gebäuden, Objekten und Geräten brauchen.“ Ganz besonders bedrückt den Verein, dass bis Februar ein Nachfolger für Stefan Seizl gefunden werden muss. „Das ist sehr schwer aber wir brauchen dringend einen neuen Vorsitzenden. Auch wenn es sehr leidvoll ist“, sagt Beate Erhard. 

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