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Rühren, rühren, rühren: Stefan Marquard vefeinert die Salatsoße, Lena (M.) schwingt den Schneebesen. Sophie (l.) und Lilly (r.) freuen sich aufs Probieren. 

In Kirchheim

TV-Sternekoch Stefan Marquard geht wieder in die Schule - das ist der Grund

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Sternekoch Stefan Marquard geht wieder in die Schule. Die Kirchheimer Kids sind begeistert. Das steckt hinter dem Besuch des bekannten TV-Kochs.

Kirchheim – Eine Mahlzeit selbst aus frisch gekochten Zutaten zubereiten: Das haben 30 Kinder beim Kirchheimer Ferienprogramm in der neuen Küche der Grund- und Mittelschule mit Starkoch Stefan Marquard ausprobiert.

„Da fehlt noch ein wenig Pfeffer, was meinst Du?“, fragt Marquard die siebenjährige Lena. Sie steht auf einem Hocker, steckt ihren kleinen Zeigefinger in die Salatschüssel und nickt. „Und nun rühren, rühren, rühren“, spornt Marquard sie an, während Lena die Soße gründlich durchmischt. Dass neben ihr ein Sternekoch steht, der oft im Fernsehen zu sehen ist, das ist Lena egal. Sie ist glücklich, dass sie den Kochlöffel schwingen kann „Schmeckt gut, das passt so“, sagt der Koch.

Mitmachen ist ein wichtiger Bestandteil von „Sterneküche macht Schule“, einem von der Krankenversicherung Knappschaft unterstützten Projekt, das Marquard pro Jahr in 20 Schulen bringt. Zur Gemeinde Kirchheim jedoch hat er eine private Verbindung: Gut zehn Jahre wohnte er dort. Dennoch hat es ein Jahr gedauert, bis die Organisatorin des Ferienprogramms, Anette Edle von Riedl, ihn in die Gemeinde holen konnte. „Bereits nach einem Tag war der Kochkurs ausgebucht, es gab eine lange Warteliste“, bedauert Riedl.

Schokobanane auf Eis

Kürbissüppchen im Kopfsalat-Nest gibt’s als Vorspeise, es folgen Hähnchenbrust mit Blumenkohlpüree sowie Orangenkarotten und Reis, zum Abschluss Schokobanane mit Vanille-Eis.

30 Kinder zwischen sechs und 14 Jahren sind dabei, schneiden Zwiebeln, schälen Karotten, teilen Bananen und braten die Hähnchenbrüste an. Marquard immer mittendrin. Er kocht nicht vor, sondern gibt Tipps. Er lässt die Kinder so lange probieren, bis sie sich einig sind, dass es schmeckt. Im Zentrum des Geschehens, stilecht mit Kochschürze, kocht auch Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) mit. Eine gelungenere Einweihung der neuen Schulküche kann er sich nicht wünschen. Mit dem Pürierstab rückt er der Kürbissuppe zu Leibe. „Ich koche aufgrund von Zeitmangel nur wenig, dann aber sehr gerne. Das entspannt.“

Top-Koch in Top-Küche

Die Schulküche ist top ausgestattet, „es fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten“, sagt Marquard. Ein Kombidämpfer, große Salatschüsseln und auch mehr Teller könnten es noch sein, dann wäre der praktische Unterricht in der Schule perfekt. „Wir haben zwar noch einen Caterer für das Schulessen, denn das hier zu kochen ist aufgrund der Lehrplanvorgaben schwierig. Aber das muss ja nicht so bleiben“, betont Böltl, der schon das nächste Projekt, ein gesundes Frühstücksangebot, im Auge hat.

„Es ist wichtig zu wissen, dass man Kindern das Essen auch kindgerecht schmackhaft macht“, sagt Marquard. Petersilie etwa mögen die meisten nicht in seinem blättrigen Zustand. „Deshalb werden die Soßen püriert“, erklärt der Experte und Sternekoch. „Der Geschmack der Petersilie bleibt, und dann essen die Kinder sie eben doch.“

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