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Die Florianstraße soll zur Einbahnstraße werden. Das rote Auto müsste dann nach rechts in die Merowinger Straße abbiegen.  

Verkehr an der Florianstraße

Keine Einbahnstraße: Anlieger sauer

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Die Florianstraße als Einbahnstraße: So richtig konnten sich die Kirchheimer nicht darauf einigen und verschoben eine Entscheidung. Zum großen Ärger der Anwohner.

Kirchheim – Anwohner beschweren sich immer wieder bei der Gemeinde Kirchheim über die starke Verkehrsbelastung der Florianstraße. Darum schlug die Rathausverwaltung vor, die Straße probeweise für ein Jahr zur Einbahnstraße zu machen. Die Gemeinderäte wollten dem Vorschlag nicht folgen.

Im Zuge der Planung für Kirchheim 2030 fanden 2017 Verkehrszählungen und -befragungen statt. „An der Florianstraße war aber kein Kontrollpunkt, wir haben das nur hochgerechnet“, sagte Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) auf den Vorwurf von Anwohner Markus Niehus. Dieser meint: Man soll das Thema nicht durch eine Verkehrsbefragung künstlich auf die lange Bank schieben. „Das Problem existiert jeden Tag. Ich musste meine Gartentür absperren, damit meine Kinder nicht in Richtung Florianstraße rausgehen, weil da so viele Autos durchrauschen.“ Niehus befürchtet, dass der Verkehr durch das Konzept Kirchheim 2030 weiter zunimmt, „in den Neubaugebieten sind keine Supermärkte geplant, also fahren die bei uns durch zum Lidl oder Edeka“.

Zu schmal für zwei Autos

Anwohner Thomas Nerb sieht den Hauptgrund für die starke Verkehrszunahme in einer falschen Planung der Ausfahrten von OMV-Tankstelle und Edeka-Markt am Ende der Florianstraße, die beide in deren Richtung münden. Zudem würden viele Autofahrer aus Richtung Erding und Pliening am Morgen, wenn die Staatsstraße voll sei, durch die Florianstraße abkürzen. „Diese kleine Straße ist zu schmal, damit zwei Autos aneinander vorbei fahren können.“ Nerb befürwortete daher wie andere Anwohner, die im Bauausschuss saßen, eine rasche Einbahnregelung.

Böltl stimmte den Anwohnern zu: „Wir müssen diesen Planungsfehler mit der Tankstelle und dem Edeka jetzt korrigieren.“ Darum schlug die Verwaltung vor, die Florianstraße zwischen Alfons- und der Merowingerstraße probeweise für ein Jahr als Einbahnstraße in Fahrtrichtung Staatsstraße 2082 auszuweisen.

Erst Verkehr zählen

Marianne Hausladen (CSU) wollte das nicht sofort entscheiden. „Wir haben kurzfristig zahlreiche E-Mails von Anwohnern erhalten, die müssen wir erst auswerten. Außerdem schlage ich zunächst eine Verkehrszählung vor.“ Ilse Pirzer (SPD) befürwortete die Einbahnstraße, wollte aber, dass Radfahrer in beiden Richtungen die Florianstraße nutzen können. Hans Hausladen (CSU) forderte eine klare Quell-/Ziel-Erfassung durch Befragungen. „Wir müssen erst mit Zahlen wissen, wer wohin fährt, bevor wir das beschließen.“ Sein Fraktionskollege Franz Glasl sprach sich klar gegen eine Einbahnstraße aus, da es starken Verkehr nur kurzzeitig am Morgen und Abend gebe. „Zudem ist die Straße breit genug für zwei Autos. Eine Einbahnstraße verschiebt den Verkehr nur in eine Parallelstraße.“ Diese Befürchtung teilt Thomas Etterer (SPD): „Wir entlasten die Florianstraße ein bisschen und belasten die anderen stark. Ich schlage daher ein großflächiges Verkehrskonzept vor.“ Da sich die Gemeinderäte nicht einigen konnten, schoben sie das Thema in die April-Sitzung – zum Ärger der Anlieger.

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