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Ungemütlich, wenn es regnet: Für die Skaterbahn in Kirchheim wünschen sich Jugendliche einen Unterstand.  

Wunsch bei Jungbürgerversammlung

Wetterschutz für Kirchheimer Skater

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Einen Unterstand sollen die Skater im Park Kirchheim bekommen. Einen weiteren Wunsch der Jugend lehnte der Gemeinderat jedoch deutlich ab.

Kirchheim – Mit dem Wunsch nach einem Nachttaxi scheiterten die Jugendlichen bei der Jungbürgerversammlung in Kirchheim. Ein solches hatte sich die Junge Union gewünscht – und beantragt. Denn die Anträge aus der Jungbürgerversammlung werden auch im Gemeinderat zur Abstimmung gestellt.

Pia Bossmann und Nicolas Dauer hatten den Antrag der JU dort zunächst mündlich vorgetragen, dann schriftlich bei der Gemeinde eingereicht. Die Idee hinter dem Nachttaxi: Es soll jungen Kirchheimern das Heimkommen in der Nacht sicher und günstig ermöglichen. „Werktags ab 1.30 Uhr, am Wochenende von 2.30 bis 5.30 Uhr fahren nämlich keine S-Bahnen und Busse aus München, speziell vom Ostbahnhof nach Kirchheim“, erläuterte Bossmann. „Die einzige Möglichkeit, um doch nach Kirchheim zu kommen, ist dann ein teures Taxi. Das soll durch das Nachttaxi, das die Gemeinde zur Hälfte bezahlen sollte, geändert werden“, schreibt Dauer.

Als Vorbilder für ihre Idee führten die jungen Kirchheimer die Gemeinden Ottobrunn und Grasbrunn an, wo es bereits Nachttaxis gebe. „Wir hoffen auf Zustimmung im Gemeinderat und wollen als nächsten Schritt ein konkretes Konzept mit festen Abfahrtszeiten und Abholorten ausarbeiten“, erklärte Bossmann. Doch die Gemeinderäte lehnten den Antrag ab. Thomas Etterer (SPD) sagte, „dass es keine kommunale Aufgabe ist, für den Transport der Bürger bei Nacht zu sorgen“. Fraktionskollege Stephan Keck sah den Schuldigen für das Problem woanders. „Es ist doch ein Armutszeugnis für die S-Bahn und damit für die Staatsregierung, wenn in einer Großstadt wie München nicht die ganze Nacht durch Züge und Busse fahren.“ Franz Glasl (CSU) meinte, er sei in seiner Jugend auch in München ausgegangen, „und wir haben das hinbekommen, dass wir wieder heimkamen – zur Not sind wir gelaufen. Die Öffentlichkeit muss dafür nicht gerade stehen“. Fraktionskollege Hans Hausladen wollte den Antrag zumindest prüfen lassen, „denn in der Silvesternacht gab es doch ein paar Überfälle, da wäre so ein Taxi doch eine sichere Lösung“. Tanja Heidacher (SPD) sieht die Idee als „pures Luxusproblem“, das man nicht auf die Öffentlichkeit abwälzen könne. Mit 17:7 Stimmen wurde der Antrag abgelehnt.

Einhellige Zustimmung erhielt dagegen ein zweiter Antrag aus der Jungbürgerversammlung: Jugendliche wünschen sich einen Unterstand am Skaterplatz. Damit stießen sie bei der Gemeinde auf offene Ohren. „Da nehmen wir 3000 Euro und lassen den Bauhof eine schöne Hütte oder ein Dach zimmern – oder die jungen Leute selbst. Das müssen wir doch nicht erst durch die Verwaltung schicken“, schlug Stephan Keck (SPD) vor. Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) bedauerte: Das sei nicht möglich. „Jeder Bürgerantrag wird nach der Zustimmung durch den Gemeinderat durch die Verwaltung auf Realisierbarkeit und Kosten geprüft – so auch dieser.“ Doch die Jugendlichen dürfen guter Hoffnung sein, sich künftig im Skaterpark keine nassen Füße mehr zu holen.

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