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Reiner Frick ist zurück als Regisseur der „Anderlbühne“.

Zurück aus der Pause bei der Anderlbühne

Reiner Frick führt wieder Regie

Kirchheim - Nach einem Jahr Pause hat Reiner Frick wieder die Regie der „Anderlbühne" übernommen - beim neuen Stück „A liabstolle Nacht" bereits zum 17. Mal. 

Wo miteinander gearbeitet wird, da fallen auch einmal Späne. Nach 16 Jahren als Schauspieler und als Regisseur hatte Frick im vergangenen Jahr, im 30. Jahr des Bestehens der „Anderlbühne“, ein Jahr Pause eingelegt.

Mit Stephan Neumüller kam ein „Neuer“ ans Regiepult, er definierte die Schauspielerei und Regiearbeit als sein klares Berufsziel. Das Stück „Handylust und Handyfrust“ im Frühjahr 2015 war sein Regiedebüt, bei der „Anderlbühne“ aber auch seine letzte Arbeit. Er sei bei den Proben für diese Spielsaison einfach nicht da gewesen, „aber ohne Regisseur geht es natürlich nicht“, erzählt Frick. Im November hatte die Probenarbeit begonnen, zwei Mal die Woche im Keller der Silva-Grundschule, ebenfalls unter seiner Leitung. „Mir macht das Spaß, auch wenn ich dann nicht selbst auf der Bühne stehen kann. Spielen und Leiten gleichzeitig, das geht halt nicht“, sagte Frick.

Unter den sieben Akteuren sind neben Toni Kiendl (Bauer Kanter), Monika Frick (Bäuerin), Paul Frick (Dorfcasanova), Veronika Schellerer (Magd Nandl) und Kathrin Mayer (Magd Liesl) mit Lena Schottner (Tochter der Bauers) und Maximilian Seiler (Kleinbauer Bruckner) auch zwei Neue dabei, die ihr Bühnendebüt feierten. „Gut haben es die beiden gemacht“, meint Frick anerkennend, „auch wenn sie vor dem ersten Auftritt ganz schön das Flattern hatten.“ 

Die beiden jungen Kirchheimer, Lena ist 18 und Maxi 19 Jahre alt, fanden es „unglaublich aufregend“ und es hat ihnen viel Spaß gemacht. Den Spaß sah man ihnen auch an, ohne Texthänger spielten sie sich durch die gut eineinhalbstündige Aufführung. 

Dabei geht es in dem bäuerlicher Dreiakter von Franz Geisenhofer um amouröse Verwirrungen, Versprechungen, Intrigen und am Ende natürlich um ein Happy End. Dem bayerischen Idiom und Genre ist Frick auch in diesem Jahr treu geblieben, auch wenn das „Bayerische“ kein Muss ist. „Jeder darf spielen, wie ihm der Schnabel gewachsen ist.“ Sein Traum ist es, auch mal ein Stück aus der eigenen Feder auf die Bühne zu bringen. „Ein Stückerl in den Bergen, das geht mir im Kopf um, aber dazu fehlt mir noch die Geduld, dass ich mich hinsetze und schreibe. Aber vielleicht kommt’s ja noch.“ 

sab

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