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Hier wachsen beide Ortsteile zusammen: Ein zentrales Element des Strukturkonzepts „Kirchheim 2030“ ist der Ortspark, in dem die Landesgartenschau 2024 stattfindet. 

Zuschlag für Landesgartenschau

Ortspark: Traum geht in Erfüllung

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Der Altbürgermeister hat jahrelang für ihn gekämpft: der Ortspark, der Kirchheim und Heimstetten verbindet. Einen Wunsch hat er aber noch für die Landesgartenschau.

Kirchheim – Kirchheims Altbürgermeister Heinz Hilger (VFW) ist mehr als zufrieden. Vor 30 Jahren hatte er die Idee, die beiden Ortsteile Kirchheim und Heimstetten mit einem grünen Band zu verknüpfen. Er legte auch erste Planungen für die grüne Mitte vor.

Nun endlich wird sein Traum durch die Landesgartenschau Realität. „Ich freue mich sehr und kann Bürgermeister Max Böltl nur gratulieren“, sagt Hilger. „Auch wenn ich nun niemanden mehr habe, mit dem ich mich freuen kann. Denn aus meinen Amtsperioden als Bürgermeister sind leider keine Mitstreiter mehr da.“

Altbürgermeister Heinz Hilger

Die ersten Schritte hin zur grünen Mitte basieren für Hilger auf der Politik, die er als Bürgermeister in den 24 Jahren zwischen 1990 und 2014 gelegt hat. Er habe stets für einen Ortspark plädiert, schon in der ersten Sitzung nach seiner Wahl 1990 hätte er für ein grünes Herz zwischen Kirchheim und Heimstetten gekämpft und die Planungen stets vorwärts gebracht.

„Der Park sollte auf jeden Fall zu Fuß erreichbar sein und auch nicht nur ein schmales Band, sondern ein richtiger, mittiger Ortspark werden.“ Sein Veto gegen eine zu intensive Wohnbebauung hätten ihm etliche Klagen, ein mehrmaliges Überarbeiten der Planungen und auch das Scheitern im Gemeinderat beschert. Dass ein Ortspark angesichts des Bodenwerts und der Dringlichkeit von Wohnungen ein Luxus ist, sei ihm bewusst. „Aber das ist ein Luxus, den man sich angesichts der Steigerung von Lebensqualität leisten muss. Was wäre München heute ohne den Englischen Garten oder Ismaning ohne seinen Schlosspark?“, fragt Hilger.

Landesgartenschau nimmt finanzielle Sorgen

Seine Befürchtungen, dass angesichts der knappen Kirchheimer Kasse am Park gestrichen werden könnte, seien nun angesichts des Zuschlags für die Landesgartenschau zerstreut. Denn für sie fließen Fördergelder. Der Altbürgermeister ist sicher: „Der Park bekommt jetzt eine noch höhere Qualität in der Umsetzung. Eine bessere Lösung hätte es nicht geben können.“

Auch wenn nun harte Zeiten auf die Gemeinde zukomme, die neben der täglichen Arbeit auch noch die Landesgartenschau zu bewältigen habe. „Ab sofort gehört die Landesgartenschau zum Alltag dazu.“ Er wünscht sich, dass viele Anregungen der Bürger in die Planungen einfließen. Sein persönlicher Wunsch ist ein „Musikhain“, durch den die Bürger in der Natur mit der Musik zusammenfinden.  

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