Motivation zum Mitmachen: Die eine Hälfte des Aschheimer Publikums geht in die Siegerpose, die andere Hälfte applaudiert. Motivationstrainer Christian Bischoff zeigte anschaulich, wie negative Gedanken verscheucht werden können. Fotos: nb

Klarspüler für die Brühe im Gehirn

Aschheim - Motivationstrainer Bischoff bringt Schüler und Eltern in Schwung

Aschheim - Das Leben ist ganz einfach. Jeder Mensch kann jeden Tag 22 Eigenschaften beeinflussen und jede davon mit sieben Grundsätzen. Daraus ergeben sich 154 Optionen, das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen. Auf Einladung der Aschheimer St. Emmeram- Realschule gab der bekannte Motivationstrainer Christian Bischoff Tipps für ein erfolgreiches Leben.

Der Motivator hat eine beeindruckende Vita, denn er war bereits mit 16 Jahren Spieler in der Basketball-Bundesliga, mit 25 Jahren arbeitete er bereits als Trainer. „In zwei Wochen wisst Ihr nicht mehr, wie ich heiße“, sagte Bischoff, „aber in zwei Jahren erinnert Ihr Euch noch an den komischen Typen mit dem roten Stirnband.“ Der schwarze Jogginganzug mit Stirnband ist sein Markenzeichen.

Christian Bischoff erzählte den Realschülern, Lehrern und Eltern unter dem Titel „Die Kunst, Dein Ding zu machen“ vieles über die Macht der Gedanken. Er zeigte auf, dass jeder Mensch über die fünf Schritte Gedanken, Gefühle, Handeln, Ergebnisse und Leben(slauf) jede Sekunde sein Schicksal beeinflusst. Der grundsätzliche Fehler vieler Menschen sind in dem Prozess die negativen Gedanken, wenn sich jemand etwas nicht zutraut, zögert und zaudert. „Daraus entsteht im Gehirn eine dunkle Brühe“, spottete Bischoff. Der nicht auf den Mund gefallene Ehrengast veranschaulichte dann die RTL II-Sendung „Frauentausch“ als Tiefpunkt: „Der Idiot ist nicht in der Sendung, sondern sitzt auf der Couch vor dem Fernseher und schaut sich das an.“

Unbewusst gucken Menschen auf ihre negative Vergangenheit und kreieren daraus ihre Zukunft. Das ist in den Augen von Christian Bischoff ein entscheidender Fehler, warum Menschen keine Visionen entwickeln und diese nicht verfolgen. Bischoff erzählte aus seinem Leben, wie er der jüngste Bundesligaspieler aller Zeiten wurde und mit 19 aufgrund von Rückenproblemen die Karriere schon beendet war. Seinerzeit sagte ihm ein Trainer einen entscheidenden Satz, als Bischoff am Ende war: „Das Leben hat mit dir mehr vor, als nur Basketballspieler zu sein.“ Die Folge war der nächste Schritt: „So wurde ich in Bamberg mit 25 der jüngste Bundesligatrainer aller Zeiten. Gut, mit 26 war ich dann der jüngste entlassene Bundesliga-Trainer…“

Rektor Bernhard Vidoni sieht in dem Vortrag im Aschheimer Feststadl „einen Impuls von vielen“. Er verband den Abend mit der Hoffnung, dass die anwesenden Realschüler die neuen Erkenntnisse über das Wochenende retten, dann über die Herbstferien und über Weihnachten bis zum großen Finale des Schuljahres. Und er betonte scherzhaft, dass auch Christian Bischoff seine Vita erfolgreich erweitert hat: „Er hat schon viele Global Player besucht wie Bosch, Telekom oder die St. Emmeram-Realschule.“

Nico Bauer

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