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Das Kardinalsrot sticht heraus aus der Menge der kleinen Könige. Erzbischof Reinhard Marx plaudert mit den Sternsingern seiner Erzdiözese in Oberschleißheim.

500 kleine Könige vor Schloss Schleißheim

Oberschleißheim - Ein prächtiges Bild: Über 500 kleine Könige, die Schleißheimer Schlosspfeifer vorneweg, sind von der Kirche St. Wilhelm zu Schloss Schleißheim gezogen.

So hat Erzbischof Kardinal Reinhard Marx die Sternsinger der Erzdiözese München Freising ausgesandt.

Kardinal Marx sendet Sternsinger aus

In dem Gottesdienst zur Entsendung sangen die Kinder das Motto 2011, „Kinder zeigen Stärke“ und das Lied „Für die Kinder dieser Erde“. Erzbischof Marx betete dafür, dass die Menschen von den Kindern lernen und betonte, dass die Entsendung von Tausenden Kindern in ganz Deutschland ein Zeichen setze. In seiner mitreißenden Predigt erklärte der Kardinal, dass Weihnachten die Zeit der großen Wünsche sei. Diese streckten sich aber über das ganze Jahr und gingen viel weiter, von Gesundheit für die Oma über ein Geschwisterkind bis hin zur eigenen Stärke. Genau diese Kraft würden die Kinder mit ihren Besuchen an den Haustüren in den kommenden Tagen vermitteln und den Menschen zeigen, dass niemand alleine ist. Die heiligen drei Könige hätten einst auch nicht ein Puppenhaus oder eine Eisenbahn gesucht, „sondern das Leben. Und das gibt es nicht bei Kaufhof oder Karstadt zu kaufen. Denn es wird uns von Gott geschenkt.“ Vor der Kirche dirigierte der Bischof die Schlosspfeifer, bevor die vielen Sternsinger, prächtig als Könige gewandet, in einem langen Zug zum Neuen Schloss Schleißheim schritten.

Wer gewährt da wem Audienz? Die Schleißheimer Sternsinger Christine Maier, Sabrina Pleithner, Stefanie Popp und Maximilian Hildebrandt mit Erzbischof Reinhard Marx vor dem Schloss.

Vor dem Gang durch die Schleißheimer Straßen hatten die Kinder einen Erlebnistag nördlich von München präsentiert bekommen. Den Sternsingern wurde das diesjährige Spendenziel vorgestellt. Behinderten Kindern in Kambodscha soll geholfen werden mit der Sammlung. In den Januartagen 2010 waren bei der Sternsingeraktion stolze 2,1 Millionen Euro in der Erzdiözese zusammengekommen.

Nach der Einführung feierte die Familie der Sternsinger in der Kirche gemeinsam einen Wortgottesdienst mit Kardinal Marx. Dem folgte der rund 1,5 Kilometer lange Umzug der Könige zum neuen Schloss, wo die Entsendung der Heiligen drei Könige in einem Festakt erfolgte. Anschließend folgte das gemeinsame Mittagessen im Bürgerhaus. Danach wurden die Sternsinger eingeladen zu Besichtigungen der Krippenausstellung im alten Schloss sowie der Flugwerft. Zudem organisierten die Pfarreien St. Wilhelm und Patrona Bavariae ein Unterhaltungsprogramm im Bürgerhaus. 15 Sternsinger besuchten unterdessen das Behindertenwohnheim im Norden des Ortes, segneten dort die Räume und spielten mit den Behinderten.

„Für uns ist dies eine große Ehre“, erklärte Peter Benthues, der Pfarrgemeinderatsvorsitzende St. Wilhelm über die Anfrage der Erzdiözese an den Pfarrverband Oberschleißheim. „Vielleicht wurden wir ausgewählt aufgrund der guten Zusammenarbeit der beiden Pfarreien“, sagte er. Denn St. Wilhelm kooperiert eng mit Maria Patrona Bavariae Oberschleißheim. Die Oberschleißheimer zogen die feierliche Entsendung, die jedes Jahr an einem anderen Ort erfolgt, auch im großen Rahmen auf.

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