Kostprobe: Intendantin Nirit Sommerfeld (r.) und Annette Hopfenmüller. Foto: sab

Kleines Theater Haar: Sehnsucht nach Heimat auf dem Spielplan

Haar - Ein abwechslungsreiches Kabarett- und Musikprogramm sowie ausgesuchte Literaturveranstaltungen, dafür steht das Programm des Kleinen Theaters Haar auf dem Gelände des Isar-Amper-Klinikums. Intendantin Nirit Sommerfeld (52) präsentierte beim Eröffnungskonzert eine kleine Kostprobe.

"Die Veranstaltungen stehen zu einem Großteil unter dem Motto ‚Heimat‘ und der Sehnsucht danach, die viele Menschen haben“, sagte Sommerfeld. Es ist ihr erstes eigenes Programm als Intendantin, über zehn Veranstaltungen pro Monat sind geplant.

Annette Hopfenmüller und das Ignasi Terraza Trio waren die Promoter des neuen Programms. Hopfenmüller gab eine Kostprobe ihrer beiden szenischen Lesungen „Mit den Grandauers in der Löwengrube“, die sie am 3. und 4. Oktober mit Thomas Birnstiel und einer schrägen Band mit original Titelmusik gestalten wird. „Wir haben die Originaldrehbücher dabei, Birnstiel und ich springen dabei durch alle Rollen. Alexander Duda, der in der Kult-Serie Adi Grandauer spielt und Werner Rom werden die beiden Abende durch Gastrollen bereichern“, sagte Hopfenmüller.

Einen musikalischen Leckerbissen aus der Jazz- und Swingszene präsentierte Sommerfeld mit dem „Ignasi Terraza Trio“. Ignasi Terraza am Klavier, Kim Daeho am Bass und Esteve Pi an den Drums sind alle drei Meister ihres Instruments und stehen für höchste Qualität.

Über die Frage, ob man mit Kunst und Kultur schwarze Zahlen schreiben kann, muss Nirit Sommerfeld lachen. „Wir müssen Einnahmen und Ausgaben natürlich in einer Waage halten. Aber wir sind positiv am Ringen und tun unser Bestes.“ Seit Mitte 2013 steht das Kleine Theater in der Casinostraße unter der Regie des kbo Sozialpsychiatrischen Zentrums der Kliniken Oberbayern. Es wird finanziell unterstützt vom Bezirk Oberbayern mit 80 000 Euro jährlich und der Gemeinde Haar mit 90 000 Euro für die nächsten drei Jahre.

Neben dem künstlerischen Anspruch steht die gelebte inklusive Kultur im Fokus. Am Kleinen Theater arbeiten Menschen mit und ohne Behinderungen, Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Herkünften, Ansichten und Religionen miteinander. Eine Umgebung, die Sommerfeld als Deutsch-Israelin sehr gut kennt. „Die jiddische Weihnacht ist meinem Großvater Julius gewidmet, der im KZ ermordet wurde.“ sab

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