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Duell unter Männern: Hermann Oswald (2.v.l., PWH) und Peter Wagner (CSU) müssen in Aying noch mal gegeneinander antreten. Carla Spindler und Christine Squarra hatten das Nachsehen.

Kommunalwahl 

Keiner der Neuen schafft’s im ersten Anlauf

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  • Sabine Hermsdorf-Hiss
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  • Wolfgang Rotzsche
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  • Stefan Weinzierl
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  • Andrea Kästle
  • Harald Hettich

Es kommt zu Stichwahlen in den Gemeinden Schäftlarn, Baierbrunn, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Aying und Neubiberg.

Aying - Erwartungsgemäß gibt’s in Aying eine Stichwahl. Peter Wagner (CSU) aus Peiß tritt gegen Hermann Oswald (PWH) an. Die beiden haben gemeinsam etwa zwei Drittel der Wahlstimmen auf sich gezogen, wobei Wagner mit 35,9 Prozent (995 Stimmen) einen Vorsprung zu Oswald (32,0 Prozent/888 Stimmen) aufweist. Dahinter kommt Christine Squarra (Grüne) mit 24,3 Prozent (675 Stimmen), die sich über das Ergebnis erfreut zeigte. Einen Achtungserfolg hat die Parteilose Carla Spindler mit 5,6 Prozent (154 Stimmen) eingefahren. Den letzten Platz, abgeschlagen, hat der Erich Leiter für die SPD mit 2,2 Prozent (61 Stimmen) erzielt. 66,7 Prozent war die Wahlbeteiligung in der Gemeinde Aying. Peter Wagner zeigt sich sehr zufrieden: „Ein überragendes Ergebnis.“ Es sei ein harmonischer Wahlkampf gewesen, weswegen er auch seinen Mitbewerbern Respekt zollt. Das sieht auch Hermann Oswald so: „Ich habe meine Ziele im ersten Schritt erreicht.“ Er schaue mit Zuversicht und Optimismus auf die Stichwahl.

Baierbrunn - „Dass einer von uns auf Anhieb das Rennen machen würde, das war ja unwahrscheinlich“, sagte am Sonntag Patrick Ott, Bewerber der ÜWG. In Baierbrunn haben immerhin vier Leute kandidiert für den Chefsessel im Rathaus. Mit 45,6 Prozent der Stimmen (absolut 791 Stimmen) schnitt Ott klar am besten ab, er muss in zwei Wochen in die Stichwahl gegen den SPDler Uwe Harfich, für den 27,5 Prozent und damit 477 Bürger votiert hatten. Die beiden weiteren Kandidaten Felix Maiwald (CSU) und Reinhard Löhr (FDP), ebenfalls Quereinsteiger, mussten sich mit 19,6 beziehungsweise 7,2 Prozent der Stimmen zufrieden geben. Die Wahlbeteiligung lag bei 73,4 Prozent. Ott sagte am Telefon, er freue sich „riesig“ über das Ergebnis. Für die Stichwahl wolle er deutlich machen, dass es kein Manko ist, wenn man Bürgermeister in Baierbrunn ist, aber wie er in Schäftlarn wohnt. Derweil sieht Harfich dem zweiten Wahlgang mit „guter Zuversicht“ entgegen. „Wir könnten es packen“. Schließlich hat Maiwald noch an dem Abend angekündigt, den Kandidaten der SPD zu unterstützen.

Bürgermeisterwahl in Neubiberg geht in die Stichwahl

Neubiberg - Die Bürgermeisterwahl in Neubiberg geht in die Stichwahl. Am Sonntag qualifizierten sich Thomas Pardeller (CSU) und Kilian Körner (Grüne) für den entscheidenden Wahlgang in zwei Wochen. Pardeller als stärkster Bewerber vereinigte 37,5 Prozent und damit in absoluten Zahlen 2463 Stimmen auf sich. Körner kam auf 29,7 Prozent (1.948). Das Nachsehen hatten Reiner Höcherl (Freie Wähler N@U) auf Platz drei mit insgesamt 22,4 Prozent (1469 Stimmen) sowie Elisabeth Gerner von der SPD mit 10,4 Prozent (686). Die beiden Stichwahl-Kandidaten äußerten sich hochzufrieden. Pardeller war „überwältigt“ und sah vor der entscheidenden Stichwahl „einen Trend in die richtige Richtung“. Körner sah „alle Chancen“ für die Stichwahl trotz schwieriger Corona-Bedingungen. Enttäuschung bei Reiner Höcherl. „Die grüne Welle“ habe auch vor Neubiberg nicht Halt gemacht. Gerner lobte den fairen Wahlkampf und warb „für eine sachpolitische Zusammenarbeit aller „. Die Wahlbeteiligung in Neubiberg lag trotz Corona bei insgesamt ordentlichen 56,2 Prozent.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn - Auch in Höhenkirchen-Siegertsbrunn fällt die Entscheidung, wer Nachfolger von Bürgermeisterin Ursula Mayer (CSU) wird, erst in zwei Wochen. Im ersten Wahlgang ging SPD-Kandidatin Mindy Konwitschny als klare Siegerin hervor. Sie erreichte 37,2 Prozent (1956 Stimmen). Auch für den CSU-Kandidaten Roland Spingler reichte es für die Stichwahl. Er kam auf 27,2 Prozent (1429). Gescheitert sind die Kandidatin der Unabhängigen Bürger, Andrea Hanisch, und der Grünen-Kandidat Karsten Voges. Auf Hanisch entfielen 20,7 Prozent, also 1089 Stimmen. Für Voges stimmten 786 Wähler. Das sind 14,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,9 Prozent. Konwitschny freute sich über ihr Ergebnis. „Ich hatte mir gewünscht, dass ich wie vor sechs Jahren 37 Prozent schaffe. Das ist bei drei Mitbewerbern alles andere als einfach.“ Auch Spingler zeigte sich zufrieden, dass er die Stichwahl erreicht hat. „Allerdings ist der Abstand schon groß. Da gilt es einiges aufzuholen.“

Fürst (CSU) und Tonnar (Grüne) werden sich in der Gemeinde Schäftlarn zur Stichwahl stellen

Schäftlarn - Auch die Schäftlarner Bürger müssen nochmals an die Wahlurne: Christian Fürst (CSU) und Marcel Tonnar (Grüne) werden sich in der Gemeinde Schäftlarn in zwei Wochen zur Stichwahl stellen. Fürst konnte 43,7 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, Tonnar 36,2 Prozent, Christine Keller von der Gemeindeunion 20 Prozent. Die Wahlbeteiligung in den neun Wahlbezirken lag bei 68,7 Prozent. „Ich freue mich einfach und bedanke mich für das Vertrauen“ , sagt Fürst. Die Stichwahl wird in seinen Augen sehr spannend werden. „Wir können wegen des Coronavirus keinen weiteren Wahlkampf machen.“ Ähnlich sieht es Marcel Tonnar. „Dennoch: Es geht weiter.“ Er selbst freut sich über das gute Ergebnis. Viele Schäftlarner hätten ihm per Mail im Vorfeld ihre Unterstützung für die Wahl zugesagt. „Also habe ich schon fast damit gerechnet, in die Stichwahl zu kommen.“ Christine Keller (GU) indes sieht in die Zukunft. „Ich bereite mich nun auf den Gemeinderat vor und hoffe auf eine gute, fruchtbare Zusammenarbeim - egal, wer letztendlich Bürgermeister werden wird.“

Die Kommunalwahl 2020 im Landkreis München geht in die heiße Phase. Heute werden Landrat, Bürgermeister, Gemeinderäte und Kreistag gewählt. Alle wichtigen News und Ergebnisse nur hier bei uns im Live-Ticker.

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