Komplimente für Zimakijevic und Pyrhönen

- Leipzig ergibt sich beim TSV Unterhaching in sein Schicksal

Unterhaching - Die Rollen waren schon vor dem Spiel klar verteilt: die Volleyballer des TSV Unterhaching sicher in der angepeilten Top-Ligarunde mit anschließendem Kampf um den Titel, die Gäste vom VV Leipzig ebenso gewiss in der so genannten Play-down-Runde, an deren Ende im schlimmsten Fall der Abstieg droht. Das Resultat zeigte dann auch genau diesen Unterschied auf. Haching siegte 3:1 (25:20, 26:24, 21:25, 25:20), ohne den 250 Zuschauern eine Glanzvorstellung bieten zu müssen. "Es war eben nicht mehr das ganz große Finale", kommentierte Hachings Trainer Mihai Paduretu die mäßigen 88 Minuten.

Lange war ja dieses große Finale um den Einzug in die Runde der besten sechs Teams zwischen Unterhaching und Leipzig erwartet worden. Doch die Sachsen dokumentierten über weite Strecken der Partie eindrucksvoll, warum sie sich nach der nun anstehenden Zweiteilung der Bundesliga in der unteren Hälfte herumschlagen müssen. Ohne Biss ergaben sie sich in ihr Schicksal. "Es war kein schönes Spiel. Meine Mannschaft hat zu wenig Druck gemacht und vor allem im ersten Satz ganz schlecht gespielt", fand ihr Trainer Zoran Nikolic, der trotz der Niederlage ein breites Lächeln auf sein Gesicht zauberte. Erstaunlich, angesichts der Tatsache, dass die in der Qualifikationsrunde gesammelten Punkte in die zweite Saisonphase übernommen werden. Und da die Leipziger als Siebter nun genauso viele Zähler auf dem Konto haben wie die dahinter liegenden Volley Dogs aus Berlin und die SG Eltmann, scheint ihr Vorhaben, als eines der beiden besten Teams aus der unteren Tabellenhälfte noch den nachträglichen Sprung in die Meisterschafts-Play-offs zu schaffen, deutlich gefährdet.

Mihai Paduretu durfte hingegen wirklich zufrieden sein, auch wenn seine Mannschaft in dieser Saison schon bessere Auftritte hingelegt hat. "Es ist ein Unterschied, ob man zwölf Punkte hat oder 14", freute er sich über das nackte Ergebnis, mit dem der TSV den fünften Tabellenplatz untermauerte. Aber auch die Leistung einiger Spieler hatte es dem Coach angetan, besonders jene von Stanislav Zimakijevic: "Er hat in Angriff und Annahme sehr stark gespielt", würdigte Paduretu den Auftritt des Kroaten, der nicht allein dadurch auffiel, dass er den Satzball im ersten Durchgang und den Matchball verwandelte. "Ich wäre froh, wenn ich mehr von dieser Sorte hätte." Ein Extra-Kompliment bekam außerdem Mika Pyrhönen, der trotz Rückenschmerzen gewohnte Durchschlagskraft im Angriff zeigte.

Lange hielt sich Paduretu allerdings nicht mit Lobreden auf. "Wir machen noch zu viele dumme Fehler und müssen uns steigern, wenn wir das Halbfinale um die Meisterschaft erreichen wollen", blickte er schon auf die Mitte April beginnenden Play-offs voraus. Für diese gilt es sich in den kommenden zehn Punktspielen eine gute Ausgangsposition zu sichern. Die erste Gelegenheit dazu haben die Hachinger am 7. Februar im Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten VfB Friedrichshafen.

Umberto Savignano

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