Konflikte am Arbeitsplatz nehmen zu

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Das Angebot der Mobbing Beratung München  wird immer stärker nachgefragt. Der Ton wird rauer in den Betrieben. 

Landkreis – Neun öffentliche Veranstaltungen, unzählige Telefonate, ein Paten-Programm sowie Einzel- und Firmenberatung: Die Mobbing- Beratung München, gleichermaßen für Stadt und Landkreis zuständig, hat zusammen mit ihren ehrenamtlichen Helfern beim Jahresabschlusstreffen im Bräustüberl der Forschungsbrauerei Bilanz gezogen. Die fällt kritisch aus: „Die Konflikte am Arbeitsplatz werden härter“, sagt Otto Berg, der seit 23 Jahren als erste Anlaufstation am Mobbing-Telefon sitzt.

Es ist eine Spirale, die sich – oft schleichend – weiterdreht. Menschen, die am Arbeitsplatz über längere Zeit von Respektlosigkeit, Anfeindungen und Ausgrenzungen betroffen sind, leiden massiv. So sehr, dass ihr Selbstbewusstsein schwindet, Ängste und Unsicherheiten auftreten, Fehler sich häufen. Der letzte Schritt in dieser Kette ist oft die Arbeitsunfähigkeit. Ein Zustand, der sowohl Arbeitgeber als auch betroffene Angestellte belastet.

„Immer mehr Betriebe erkennen, dass eine fachkundige, externe Konfliktberatung notwendig und sinnvoll ist, um Konflikte rechtzeitig innerhalb des Betriebes zu klären.“, sagt Ludwig Gunkel, Diplom-Psychologe und Vorsitzender des Vereins „Konsens“. „Die Konflikte am Ort des Entstehens zu lösen, ist besser als langwierige rechtliche Auseinandersetzungen für die Betriebe oder Dauerkrankheit und Ausscheiden aus dem Arbeitsleben für die Betroffenen.“

Das Team der Mobbing Beratung leistet in solchen Fällen praktische Hilfe. „Zuhören ist das Wichtigste“, fasst Otto Berg seine langjährige Erfahrung zusammen. „Und dann überlegen: Welches unserer Angebote passt für den jeweiligen Anrufer – die fachkundig geleitete Gruppenberatung ‚Treffpunkt Mobbing‘, eine Einzelberatung, die Begleitung durch einen Paten? Oder ist die Situation so zugespitzt, dass unser Rechtsanwalt Wilfried Dormann eingeschaltet werden muss?“ Um für das Problem zu sensibilisieren wurden 2016 neun Veranstaltungen durchgeführt mit jeweils über 30 Teilnehmern – darunter betroffene Beschäftigte, betriebliche Funktionsträger und Führungskräfte.

Beim Jahresabschlusstreffen in der Forschungsbrauerei in München-Perlach blickten Gunkel und Berg schon aufs Jahr 2017. „Die Situation in den Betrieben wird schwieriger und komplizierter“, glauben sie, mit einer Zunahme von Konflikten sei zu rechnen. Der Mobbing-Beratung München und ihren Ehrenamtlichen wird die Arbeit also nicht ausgehen, im Gegenteil. „Um dies zu ermöglichen, sind wir auf Spender und auf mehr öffentliche Zuschüsse dringend angewiesen.“  mbe

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