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Drei Titel, ein Bild:  Die Unterschleißheimer Künstlerin Christl Platte nutzt nicht nur verschiedene Materialien, sie arbeitet auch mit ungewöhnlichen Formaten und deren Kompositionen.

"Kraftvolle Ruhe": Christl Platte zeigt ihre Arbeiten

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Unterschleißheim - Es ist immer etwas Besonderes, wenn einheimische Künstler im Unterschleißheimer Bürgerhaus ausstellen. Mit Christl Platte und ihrer Ausstellung „Kraftvolle Ruhe“ zeigt diesmal eine wichtige Persönlichkeit der städtischen Kulturwelt ihre Arbeiten.

Christl Platte war 1990 eine Mitbegründerin der Künstlerpalette. Und sie hat – neben der Initiative für den heute nicht mehr aus der Unterschleißheimer Kulturszene wegzudenkenden Verein – in Kursen ihr Können weitergegeben. Für Christl Platte ist Unterschleißheim nicht nur ein Wohnort, sondern die geliebte Heimat. Deshalb passt es ins Bild, dass sie 50 Prozent der Einnahmen durch die bei der Ausstellung verkauften Kunstwerke dem Unterschleißheimer Tisch spendet, um den sozial schwachen Mitbürgern Gutes zu tun. Durch das Auftragen verschiedener Schichten und der nachfolgenden Verdichtung schafft die Unterschleißheimer in ihren abstrakten Werken Dreidimensionalität. So bestehen ihre Serien aus ähnlichen Motiven und Farben, die dennoch, dank die individueller Techniken und der Arbeit mit Naturmaterialien eine Einzigartigkeit bekommen. „Ab einem gewissen Punkt in dem Malprozess entwickeln die Bilder ein Eigenleben und eine Eigendynamik“, sagte Daniela Benker, die Leiterin des Forums Unterschleißheim, bei der Eröffnung der Vernissage. So lebt die Serie „Grüntee“ aus verschiedenen Grüntönen, bei denen die Struktur den Unterschied macht. Ein anderer Dreiteiler ist etwas für die ganz breite Wand und ergibt nebeneinander beim Betrachten ein nahezu fesselndes Erlebnis. Daniela Benker riet deshalb den Gästen der bis 8. November laufenden Ausstellung, sich Zeit zu nehmen und die Bilder ergebnisoffen auf sich wirken zu lassen. Die Künstlerin schaffe in ihren abstrakten Werken den Raum zur Interpretation. Christl Platte ist nicht nur Künstlerin, sie ist auch eine Frau für die besondere Idee: So lädt „Das Spiel mit den Elementen“ den künftigen Besitzer ein, seine Kunst immer wieder umzustellen wie von Zeit zu Zeit die Wohnzimmermöbel. Jedes der drei Bilder in der Serie besteht aus quadratischen Bildern, die an einem Klettband in wenigen Sekunden neu angeordnet werden können. Eine andere Arbeit, ein Zweiteiler, besteht aus Reihen von Quadraten. Er trägt den Titel „Einer zu viel“ und „Einer zu wenig“ und entfaltet seinen Witz nur, wenn er nebeneinander gehängt wird. Die Unterschleißheimer Künstlerin Christl Platte liebt es, mit dem Auge des Betrachter zu spielen und seine Fantasie anzusprechen.

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