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Kubiz-Sommerfest bringt ganz Unterhaching auf die Beine

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Flotte Rhythmen im Innenhof: Die Line-Dance-Gruppe des „Sebiz“.  Foto: Kohnke
Flotte Rhythmen im Innenhof: Die Line-Dance-Gruppe des „Sebiz“. Foto: Kohnke

Unterhaching - Tombola und heiße Rhythmen, Steckerlfisch und Glücksrad: Das Sommerfest im Kubiz machte viele Wünsche wahr. Durch ein Programm für die ganze Familie führten Wolfgang Greht und Hermann Schnabel, die Leiter der Musikschule. „Das Fest gehört einfach zu Unterhaching", freute sich Schnabel zur Halbzeit.

Vollbesetzt die gemütlichen Tischreihen im Hof, gut beschattet durch Schirme. Optik und Hörgenuss, dann wieder Zeit zum Ratschen - dies alles mache das Fest aus.

Fürs Gelingen sorgten die fünf Institutionen des Zentrums, neben Musikschule noch VHS, Kulturamt, das Seniorenbegegnungs- und Bildungszentrum (Sebiz) und der Hort der AWO. Auftakt auch heuer wieder das Buzerlkonzert im großen Saal. Volles Haus schon am Vormittag. „Dabei treten unsere Youngster auf, die maximal zwei Jahre an der Musikschule sind“, erzählt Schnabel. Der jüngste sei drei Jahre alt, der älteste an die 80. Vom Tango bis zum Bi-Ba-Butzemann, vom Walzer bis Pippi Langstrumpf: Jeder Musikfreund bekam etwas geboten.

Nervenkitzel wie im Casino Royal dann am Glücksrad der VHS. Lang die Reihe geduldig wartender Kinder, die bunten Gewinne begehrlich im Blick. Bumerangs wetteiferten mit Malutensilien und Taschen. „Alle Preise haben schon unser neues Logo“, sagte VHS-Leiterin Barbara Sporrer stolz. Statt spitzer Pfeile jetzt bunte Boutons - „als Sinnbild für Vielfalt und Begegnung“.

Ein paar Schritte weiter das kunterbunte Revier von Rüdiger Jahn. Mit Strohhut auf dem Kopf sitzt er am Maltisch, von Kindern umringt. Freundlich erklärt der VHS-Dozent ihnen die Aquarellmalerei. „Aufpassen beim ersten Pinselstrich, nur ein klein bisserl Wasser nehmen“, sagt er und macht es vor. Schon zum sechsten Mal ist Jahn beim Sommerfest dabei. Gemalt wird eine romantische Waldimpression. Normalerweise unterrichtet er Erwachsene. Wenn nicht gerade an der VHS, dann die Senioren im Kubiz. „Seht ihr, schon ist das Unterholz fertig“, zeigt er den Kindern.

Einige von Rüdiger Jahns Bildern gab es gar zu gewinnen: Bei der Tombola der Senioren im Kubiz. „Alle Preise sind hier selbstgemacht“, betont Hilde Faber (81). Seit gut 15 Jahren schon leitet sie den Handarbeitskreis. Zehn Damen ab den 70gern aufwärts haben dafür gestrickt, gehäkelt und sensationell leckere Marmelade gekocht. „Wir machen halt alles“, sagt Faber und lacht. Entsprechend schnell gingen die Lose weg. Und wenn die 81-Jährige mal nicht bei ihrem Bastelclub ist, ist sie Chefin über zehn recht hungrige Männer. Denn seit Jahren gibt es auch ihren Kochkurs schon. „Im Grunde ist das ja beinah ein Stammtisch“, sagt sie vergnügt. Alle 14 Tage mittwochs wird gemeinsam gekocht. Suppe sei das Leibgericht und die Warteliste lang.

Orientalischer Tanz, Taekwon Do, Volksmusik, Chorgesang: Im Wechsel war auf der Bühne im Innenhof stets etwas los. Einer der Höhepunkte: der Auftritt des Symphonischen Blasorchesters unter Monika Beck. „Das Besondere ist, das es sich hier um ein generationsübergreifendes Ensemble handelt“, erklärt dazu Wolfgang Greht. Das jüngste Mitglied sei erst Zehn, das Älteste werde heuer 80. Jeder, der ein Blasinstrument spielen könne, sei zum Mitmusizieren eingeladen; Proben sind jeden zweiten Samstag von 16 bis 18 Uhr. „Zum Repertoire gehören Stücke, die junge Leute anziehen, aber auch die Älteren noch gern hören.“ Zu hören gab es beim Sommerfest unter anderem die James-Bond-Filmmusik „Live and Let Die“ und die „Copacabana“ von Barry Manilow. kko

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