Kunden zahlen neuerdings Gebühren für Wechselgeld

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Landkreis - Die Säuberung und Überprüfung von Münzgeld wird bei der Kreissparkasse München-Starnberg nicht mehr in den einzelnen Geschäftstellen erledigt. "Das macht bei uns die Landesbank", erklärt Wolfgang Vogt, Pressesprecher der Kreissparkasse. Höhere Kosten und Gebühren für Wechselgeld sind die Folge.

In einem Fall benötigte beispielsweise ein Gastronom, seit 20 Jahren Kunde der Kreissparkasse, dringend Wechselgeld. Für drei Rollen Münzgeld im Wert von etwa 100 Euro musste der Kunde drei Euro berappen. Vogt verteidigt die Maßnahme: "Das Rollen der Münzen muss auch bezahlt werden." Bevor das Geld jedoch gerollt werden kann, muss es gesäubert werden und vor allem auf Falschgeld überprüft werden. "Die Kosten für diese Sicherheitsmaßnahmen sind dermaßen hoch", bedauert Vogt.

Kunden der Kreissparkasse müssen seit Jahresbeginn mit mindestens drei Euro beziehungsweise einem Prozent des Wechselgeldbetrags rechnen. Für Nicht-Kunden der Bank beläuft sich der Wechselgeld-Tarif sogar auf fünf Euro. "Es muss garantiert werden, dass unsere Kunden kein Falschgeld bekommen", versucht der Pressesprecher die hohen Gebühren zu erklären. Vogt weist darauf hin, dass aber der Geschäftsstellenleiter der jeweiligen Filiale die Möglichkeit hat, zu entscheiden ob und wie viel Gebühren zu zahlen sind: "Das ist eine Ermessenssache." Lediglich an bestimmten Automaten kann mit Kundenkarte Wechselgeld kostenfrei geholt werden. Katharina Kraus

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