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Kunst tut Gutes: Versteigerung für Bürgerstiftung Ismaning

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So entspannt sieht man Auktionsbesucher selten: Kunstversteigerung im Schlosspark Ismaning.  Foto: Dieter Michalek
So entspannt sieht man Auktionsbesucher selten: Kunstversteigerung im Schlosspark Ismaning. Foto: Dieter Michalek

Ismaning - Für Michael Sedlmair war es „eine runde Sache und eine denkwürdige Geschichte": Über 4000 Euro kamen bei der Auktion „Kunst tut Gutes!" für die vom Altbürgermeister 2014 initiierte Bürgerstiftung Ismaning zusammen.

Im Rahmen des hervorragend besuchten Events „Kultur im Schlosspark“ (wir berichteten) versteigerte Michael Sedlmair Gemälde, Grafiken und Objekte aus dem Bestand der „Galerie im Schlosspavillon“.Nnahezu 200 Ausstellungen wurden in den vergangenen 30 Jahren dort gezeigt, viele Künstler überließen eines ihrer Werke der Gemeinde Ismaning.

Obwohl er von Christine Heinz, der Leiterin des Schlossmuseums, und von Rasmus Kleine, Leiter des Kallmann-Museums, unterstützt wurde und die gesamte Auktion ausgesprochen professionell über die Bühne ging, war Michael Sedlmair zunächst nicht ganz wohl in seiner Haut. „Ich hatte direkt ein bisschen Lampenfieber. Für mich war‘s ja eine Premiere, und man weiß nicht, was da auf einen zukommt.“

Michael Sedlmair - er war 24 Jahre lang Bürgermeister von Ismaning - machte seine Sache dann ausgesprochen gut, streute viele Anekdoten ein und brachte auf unterhaltsame Art ein Drittel der insgesamt 38 Werke an den Mann respektive an die Frau. „Die meisten der rund 20 angemeldeten Bieter waren Ismaninger Bürger“, sagte Christine Heinz, die sich gemeinsam mit ihrem Kollegen Rasmus Kleine ums „Bürokratische“ kümmerte und Sedlmair dabei half, den Überblick zu behalten. „Das war ja ein ausgesprochen buntes Völkchen da unten auf der Wiese vor dem Schlosspavillon, und da siehst du nicht immer gleich, wessen Hand da mit welcher Bieter-Nummer hochgeht“, gestand der 66-Jährige.

Die meisten Interessenten hatten das Angebot einer „Vorbesichtigung“ der Kunstwerke genutzt und sich so vorab ein Bild gemacht. Am Abend der Versteigerung kamen dann noch einige Spontan-Bieter dazu. Den höchsten Preis erzielte ein Gemälde der haitianischen Malerin Jacqueline Nesti, es wurde mit 610 Euro notiert. „Wir sind nie unter den Schätzwert gegangen, wollten den Bildern angemessene Preise erzielen und haben auch keine zweite Ramschrunde eröffnet“, sagte Sedlmair.

„Wir haben das professionell durchgezogen, und es hat alles gut funktioniert“, freute sich Christine Heinz. „Schön, dass auf diese Weise noch einmal die Bürgerstiftung ins Bewusstsein der Leute gerückt ist.“ Für Altbürgermeister Michael Sedlmair war es ein ganz besonderer Auftritt: „Die Auktion hat meine Erwartungen übertroffen - und es wurde richtig voll auf der Wiese, weil danach das Bauerntheater auftrat.“ Er selbst habe tags darauf noch mit Christine Heinz telefoniert und werde aus dem Restbestand zur Erinnerung an diesen Abend ein Bild erstehen. guv

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