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Richard Hörle ist der Vater vieler Hachinger Erfolge Toller Erfolg für eine ganz junge Riege: Die Bayernliga-Talenteriege von Exquisa Unterhaching schaffte beim letzten Wettkampftag in Unterföhring souverän den Aufstieg in die Regionalliga. Das Erfolgsteam: (vorne v. li.) Jonas Reithmeier, Felix Riedemann, Moritz Braig. Hinten (v.li.) Teamleiter Richard Hörle, Fabian Dauth, Samuel Dobrovsky, Manuel Neumeier, Julian Maiser und Trainer Kurt Szilier Im Hintergrund (am linken Bildrand zu sehen) hat derweilen schon die übernächste Talente-Riege Platz genommen – das Hachinger Modell funktioniert.  

Kunstturnen

Durchmarsch der Jungspunde

Unterhaching Einen erfolgreichen Saisonabschluss haben die Unterhachinger Kunstturner mit Exquisa Oberbayern in der 2. Bundesliga Süd gefeiert sowie mit dem Nachwuchs-Team in der Bayernliga.

Tolles Abschlusswochenende für die die Turn-Teams von Exquisa Oberbayern in der 2. Bundesliga Süd und von Exquisa Unterhaching in der Bayernliga. Während der Zweitligist dank eines spektakulär herausgeturnten 12:0-Erfolgs gegen den Ligadritten TV Herbolzheim in der heimischen Sporthalle am Utzweg eine durchwachsene Saison letztlich noch auf Platz vier beendete, schafften die 15- und 16-jährigen Nachwuchs-Aasse tags darauf in Unterföhring Eindrucksvolles. Nach einem Sieg auch am finalen Wettkampftag gelang dem Aufsteiger Exquisa Unterhaching der Durchmarsch in die Bayerische Regionalliga. Erst zu dieser Saison war das von den Coaches Kurt Szilier und Richard Hörle betreute Team aus der Landes- in die Bayernliga aufgestiegen.

„Super, eine ganz tolle Leistung der jungen Truppe“, übermittelte TSV-Turnchef Oskar Paulicks die Begeisterung des im Krankenhaus weilenden Hachinger „Turnvaters“ Hörle.

Dem seit vielen Jahren in Unterhaching werkelnden Richard Hörle und seinem akribisch arbeitenden Team um Landestrainer Kurt Szilier sind viele der großen Nachwuchserfolge der vergangenen Jahre anzurechnen. Mit seiner umfassenden Turnerfahrung hatte Hörle einst nicht nur den zweifachen Olympia-Silber-Gewinner Marcel Nguyen erfolgreich trainiert und weitere Asse wie Felix Remuta auf die Erfolgsspur gesetzt. Längst nimmt auch der Unterhachinger Unterbau für eine starke Turnzukunft nicht zuletzt dank seines Wirkens feste Konturen an.

„Der Erfolg der jungen Riege ist umso erstaunlicher, da mit Jonas Olbrich der beste Turner des vergangenen Jahres mittlerweile sehr erfolgreich in der Zweitliga-Mannschaft turnt“, betont Paulicks die funktionierenden Strukturen stetig nachrückender Talente am Utzweg.

Zum Ligaabschluss in Unterföhring lieferten die jungen Hachinger noch einmal eine mehr als deutliche Talenteprobe ab. Im Aufstiegs-Zweikampf gegen die TG Prittriching-Moorenweis hätte beim letzten Wettkampf der sechs Bayernliga-Teams bereits ein dritter Teamrang zum Aufstieg genügt. Doch die Jungspunde ließen sich nicht lumpen. Mit vier Gerätesiegen an Boden, Pferd, Sprung und Reck gewannen sie auch das Abschluss-Event vor dem Hauptkonkurrenten.

Vor allem beim Auftakt am Boden brillierten die Exquisas und ließen vor dem begeisterten Turnvolk in Unterföhring auch in der Folge nichts mehr anbrennen. „Wir wollen in allen Altersgruppen und Leistungssparten noch besser werden“, unterstrich Oskar Paulicks die ehrgeizige Planung in Unterhaching. „Diese Meister-Jungs machen uns viel Hoffnung.“

Der Trainer teilt diese Auffassung. „Meine Turner sind jung und ausbaufähig. Wir werden auch in der Regionalliga eine gute Rolle spielen und mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, ist sich Kurt Szilier sicher. „Allerdings nur, wenn nicht zu viele Talente gleich in die erste Riege aufrücken“, formuliert der Landestrainer die Tücken des Unterhachinger Erfolges.

Eine Zukunftshoffnung, die auch das Aushängeschild der Exquisas nach toller Saison-Abschiedsvorstellung in der 2. Liga gegen Herbolzheim untermauerte. Beachtlich ist vor allem der Umstand, dass der überlegene 12:0-Sieg mit 45:18 Scorerpunkten ohne die beiden sonst so präsenten Ungarn Bank Sélmeczi und Dávid Vecsernyés zustande kam, die bei einem internationalen Einsatz für ihr Heimatland weilten. An allen Geräten siegte Exquisa Oberbayern gegen die Süd-Württemberger überzeugend und sorgten für Begeisterung am Utzweg.

„Wenn man diese Leistung sieht, kann man in der Nachbetrachtung der Saison nur den Kopf schütteln“, so Paulicks nach vor allem auswärts zum Teil schwächeren Vorstellungen gegen Konkurrenten, die in der Tabelle hinter Exquisa rangieren. „Wir zeigten heuer auswärts ungewohnte Nerven- und Konzentrationsschwächen“, so der heimische Turnchef. Auch nach dem Weggang des eigenen Topturners Felix Remuta sei durchaus mehr drin gewesen. Immerhin habe die Truppe aber den vorsaisonal angestrebten Mittelfeldplatz vier in der Achterliga noch geschafft. Paulicks verspricht: „Nächste Saison werden wir wieder angreifen.“

Harald Hettich

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