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Maximal 30 mal 30 Zentimeter sind für die Bilder erlaubt, weil die Ausstellung nicht im geräumigen Rathaus stattfindet, sondern in der deutlich engeren Galerie.

Jahresausstellung

Kunstverein macht aus Not eine Tugend

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Ottobrunn - Beim Kunstverein Ottobrunn dominiert aus Platzmangel bei der gleichnamigen Jahresausstellung „das kleine Format“.

Im Jubiläumsjahr ist alles ein bisschen anders. Der Kunstverein ist heuer 20 Jahre alt geworden und hat dies mit verschiedenen Veranstaltungen und besonderen Ausstellungen gefeiert. Nun, zum Jahresende, wenn die Mitglieder selbst im Mittelpunkt stehen, weil sie in der Regel in einer großen Jahresausstellung ihre neuen Werke präsentieren, läuft es ausgerechnet zum runden Geburtstag nicht so wie ursprünglich geplant: Das Ottobrunner Rathaus, das mit mehreren Etagen und großen Wänden ausreichend Fläche für die Exponate der Künstler bietet, stand nicht zur Verfügung. 

Feuerschutzmaßnahmen mussten angebracht werden, und als der Kunstverein vor geraumer Zeit anfragte, bekam er eine Absage. Im Nachhinein hätte die Ausstellung doch stattfinden können – zu spät. „Wir brauchen ja Vorlauf für die Planungen“, sagt Kunstvereins-Vorsitzende Doris Laves-Wegat.

Da die Galerie des Kunstvereins aber viel kleiner ist als das Rathaus, „haben wir aus der Not eine Tugend gemacht“. Die Künstler bekamen die Auflage, nur in kleinem Format zu arbeiten. „30 mal 30 Zentimeter waren maximal erlaubt“, sagt Laves-Wegat. 

Und so heißt die 20. Jahresausstellung „Das kleine Format“. 39 Frauen und Männer – die Veranstaltung ist nur Vereinsmitgliedern vorbehalten – präsentieren im „Treffpunkt Kunst“ ihre Arbeiten. Die Exponate sind Beispiele aus der Malerei, der Fotografie und Skulpturen. 

„Das war eine echte Herausforderung für die meisten Mitglieder, denn üblicherweise malen sie in großen – zumindest größeren – Formaten“, betont die Vorsitzende. 

Und noch etwas ist anders dieses Jahr: Wegen der Verlegung in die Galerie gibt es im Dezember keine „Jahresgaben“ – die traditionelle Ausstellung vor Weihnachten, bei der Künstler Arbeiten kostenlos zur Verfügung stellen, die zu sehr günstigen Preisen verkauft werden, entfällt. 

Und so läuft nun die letzte Kunstschau in 2015, es ist die zweitletzte, die Laves-Wegat organisiert. Nach einer weiteren im Januar gibt die Vorsitzende nach zwei Jahrzehnten ihr Amt ab. „20 Jahre ist ein guter Zeitpunkt, um aufzuhören“, findet die Ottobrunnerin. 

Ihre Nachfolgerin stehe schon fest: Kunsthistorikerin Renate Schwarze. Die Wahl der „Neuen“ werde bei der Mitgliederversammlung erfolgen. 

Doch zuvor feierten die Künstler mit Laves-Wegat und zahlreichen Gästen, darunter Bürgermeister Thomas Loderer, auf der Vernissage ihre große-kleine Jahresausstellung. Dass das kleine Format seinen besonderen Reiz hat, darüber waren sich viele Besucher der Galerie schnell einig – im übrigen hat nicht jeder Kunstliebhaber den Platz, um Großformate aufzuhängen. 

Einen Neujahrsgruß übermittelt Yoshiko Hattori- Peter auf ihrem Bild. 2016 ist das Jahr des Affen und die Künstlerin zeigt eindrucksvoll die Sumi-e-Tuschbild. Die japanische Schwarz-Weiß-Kunst arbeitet mit sparsamsten Mitteln, ist aber sehr ausdrucksstark. Musik und Malerei verbindet Friederike Hofmann, die in flotten Strichen mit Aquarell und Kreide auf Notenblätter malt: „Der Hahn macht Musik“. Uwe Johannsen lässt die „Wilden Drei“ los – orange und rote Farbspritzer, Farbflächen und ein paar blaue Linien werden zu dieser lustige Truppe.

Die Ausstellung ist noch bis 20. Dezember im „Treffpunkt Kunst“ in Ottobrunn zu sehen. Diesmal gibt es geänderte Öffnungszeiten: Zusätzlich zu denen von Mittwoch bis Freitag jeweils von 15 bis 18 Uhr ist diesmal auch Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

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