Stärker kooperieren wollen die Pflegeheime in Ottobrunn und Riemerling, wie Ines Imhoff (l.) und Johannes Schattenmann (2.v.r.) vom Vorstand des Diakonievereins Neubiberg-Ottobrunn-Höhenkirchen sowie Gabriele Hubitschka-Geßner, Leiterin des Pflegezentrums in Riemerling (2.v.l.) im Gespräch mit Thomas Loderer deutlich machten. Foto: BIG

Kurzzeitpflege bleibt zum Teil erhalten

Ottobrunn - Ottobrunn – Das Bedauern war groß angesichts der Schließung der Kurzzeitpflegestation im Pflegezentrum St. Michael. Einige Pflegeplätze können nun doch erhalten werden.

Gute Nachrichten für Kurzzeitpflege-Bedürftige im Landkreis: Das Diakoniewerk Hohenbrunn baut sein Angebot zur Kurzzeitpflege im „Lore-Malsch-Haus“ und im „Haus im Wald“ in Riemerling aus: Künftig stellt es immerhin vier seiner 303 Betten rein für Kurzzeitpflege zur Verfügung. Außerdem bietet das Riemerlinger Pflegezentrum wie gehabt „eingestreute“ Kurzzeitpflege an: Wenn Betten nicht von stationären Patienten belegt sind, werden Kurzzeitpflegepatienten aufgenommen. Bedarf dafür besteht beispielsweise dann, wenn Pflegebedürftige die Wartezeit auf einen stationären Platz überbrücken müssen oder ihre Angehörigen verreisen.

Das bisherige Angebot des Pflegezentrums St. Michael kann damit jedoch nicht aufrecht erhalten werden: Dort gab es eine reine Kurzzeitpflegestation mit 22 Betten. Trotzdem versichert die Leiterin des „Hauses im Wald“ und „Lore-Malsch-Hauses“, Gabriele Hubitschka-Geßner: „Bisher mussten wir noch keine Nachfrage nach Kurzzeitpflege abweisen.“

Auch für die Nutzung der bisherigen Kurzzeitpflegestation haben die Pflegezentren in Ottobrunn und Riemerling nun gemeinsam eine Lösung gefunden: Das Ottobrunner Haus nimmt vorübergehend einen Teil der Bewohner des „Lore-Malsch-Hauses“ in Riemerling auf, das ab April umgebaut wird. Die Träger der beiden Pflegezentren – das Diakoniewerk Hohenbrunn und der Diakonieverein Neubiberg-Ottobrunn-Höhenkirchen – sehen diese Kooperation als einen Startschuss für eine allgemein engere Zusammenarbeit: „Wir wollen uns in Zukunft stärker als eine Diakonie sehen und einen gemeinsamen Weg gehen“, so Ines Imhoff, Ausschussmitglied des Diakonievereins Neubiberg-Ottobrunn-Höhenkirchen.

Viel Wirbel und einige Gerüchte gab es unterdessen in Ottobrunn, nachdem die Schließung der Kurzzeitpflegestation des Pflegezentrums St. Michael bekannt geworden war. An den Ottobrunner Bürgermeister Thomas Loderer wandte sich eine Gruppe von Patientenangehörigen, die der Heimleitung vorwarf, die Station in „Würstelbudenmanier“ geschlossen zu haben. Zudem seien Angehörige unzureichend informiert sowie das Pflegepersonal ausgeschlossen und eingeschüchtert worden, heißt es in einem Schreiben der Angehörigen. Heimleitung und Trägerverein haben sich nun gegen diese Vorwürfe gewehrt. „Die Schließung des Station war unausweichlich. Wir haben keineswegs leichtfertig gehandelt“, betonte Jan Steinbach, Geschäftsführer des Zentrums. Es seien „Behauptungen in die Welt gesetzt worden, die objektiv falsch sind“, sagte Bürgermeister Loderer. Patrik Demke von der Mitarbeitervertretung des Prodekanats München-Süd versicherte, dass der Umgang mit dem betroffenen Mitarbeitern „absolut korrekt“ gewesen sei. „Es herrschte jederzeit Transparenz von Seiten der Geschäftsleitung“, sagte er. Zudem sei dem gesamten Personal angeboten worden, innerhalb des Pflegezentrums oder in anderen Einrichtungen weiterbeschäftigt zu werden.

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