Landkreis-CSU fordert spezielle Parkplätze für Elektromobile

Landkreis - Wenn es nach der CSU im Landkreis München geht, soll der Kreis an seinen Gebäuden bis zu fünf spezielle Parkplätze für E-Fahrzeuge zur Verfügung stellen.

Die stetig wachsende Begeisterung für Elektromobilität in München solle so auch den Landkreis befruchten.

In den kommenden zehn Jahren, so das ehrgeizige Ziel der Politik, soll dann Deutschland mit Hilfe der Münchner Modellregion zum „Leitmarkt der Elektromobilität“ werden.

Diesen Zug würde die CSU-Kreistagsfraktion nur ungern verpassen. Bereits in einem Antrag vom 19. September hatte Fraktionssprecher Stefan Schelle ein aus seiner Sicht unerlässliches Engagement auf diesem Gebiet begründet. Der Bürgermeister von Oberhaching ruft das Münchner Landratsamt auf, Nutzern eines E-Mobils die Möglichkeit einzuräumen, jederzeit mühelos kreiseigene Einrichtungen anzusteuern. Deshalb sollten baldmöglichst entsprechende, bevorrechtigte Parkflächen angeboten werden.

Der Landkreis München selbst rühme sich schließlich, einen gewissen Status als Vorbildkommune auf dem Sektor der erneuerbaren Energien erworben zu haben. Nach Überzeugung Schelles lasse allein schon der Umstand, die Ziele einer sich selbst auferlegten Energievision erfüllen zu wollen, es nur folgerichtig erscheinen, „diese neue und umweltfreundliche Technologie zu unterstützen“.

Ganz abgesehen davon, dass der Kreis nur profitieren könne, stünde es einer der größten kommunalen Gebietskörperschaften Bayerns gut zu Gesicht, ein Teil der Modellregion München zu werden und damit eine „breitere Akzeptanz der Nutzer“ zu mobilisieren, findet Schelle: „Außerdem wäre es unglaubwürdig, wenn wir als Kreis über erneuerbare Energien nur reden, den Bürgern aber nichts anbieten.“ Als Teil der Modellregion wäre der Kreis um so mehr verpflichtet, die erforderlichen Strukturen bereitzustellen.

Der Sprit aus der Steckdose soll auf den neuen Parkplätzen mittels Zähler unmittelbar abgerechnet werden. Alternativ könnte ein spezialisiertes Unternehmen beauftragten werden, wie es bereits an anderen Orten üblich ist, schlägt die Fraktion vor.

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