Fernunterricht in der Coronakrise erreicht etliche Schüler nicht.
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Fernunterricht in der Coronakrise erreicht etliche Schüler nicht.

Wegen der Coronakrise

150 Euro fürs Lernen daheim: SPD will Laptop-Prämie

Gerade Kinder aus sozial schwachen Familien sind in der Coronakrise beim digitalen Unterricht abgehängt, kritisiert die SPD im Landkreis München. Eine Finanzspritze von 150 Euro soll helfen.

Landkreis – Die SPD im Kreistag München hat am Freitag einen Antrag in die Kreisgremien eingebracht, in dem sie fordert, dass der Landkreis einen Zuschuss von 150 Euro pro Kind für die Beschaffung von Laptops gewährt. Das teilte die Fraktion mit. Gefördert werden sollen Schüler aus sozial schwachen Familien, die über keinen eigenen Computer verfügen. Auch wenn nach dem Lockdown wieder alle Jahrgangsstufen in den Unterricht dürfen, werde wochenweise gestaffelter Unterricht die Regel sein. Und eine zweite Welle der Pandemie im Herbst sei nicht ausgeschlossen.

500 Millionen Euro vom Bund: „Nur ein Tropfen auf den heißen Stein“

Die Bundestagsabgeordnete Bela Bach erklärt hierzu: „Die Bundesregierung hat zwar ein Sofortausstattungsprogramm von 500 Mio. EUR verabschiedet, das einen finanziellen Zuschuss für Schulen zur Anschaffung von geeigneten Geräten vorsieht, aber das ist leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“ Im Rahmen der Laptop-Sammelaktion mit der AWO München-Land und Freifunk München, bei der private Spender alte Laptops an bedürftige Schüler spenden können, habe sich ein sehr hoher Bedarf ergeben, der durch Spenden alleine nicht zu decken sei.

Sozial schwache Familien nicht alleine lassen

Deswegen brauche es auch die Unterstützung des Landkreises. Florian Schardt, neu gewählter Fraktionssprecher der SPD im Kreistag und IT-Unternehmer, sagt: „Voraussetzung für das ‚Lernen zuhause‘ ist eine geeignete IT-Ausstattung. Da kann es nicht sein, dass die Verantwortung komplett an die Familien abgeschoben wird. Gerade sozial schwache Familien sind von den Folgen der Pandemie besonders betroffen.“

Die SPD betont, dass die Verfügbarkeit der entsprechenden IT-Ausstattung kein Luxusgut, sondern Voraussetzung für soziale Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit sei: „Wer an der Zukunft der Kinder in diesem Land spart, verspielt Innovationskraft, sozialen Zusammenhalt und wirtschaftliche Stärke von morgen.“  

mm

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