Um 25 Prozent sind die Mieten im Landkreis München innerhalb der vergangenen sechs Jahre gestiegen.
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Um 25 Prozent sind die Mieten im Landkreis München innerhalb der vergangenen sechs Jahre gestiegen.

IG Bau

Wohnungsbaupaket gefordert: Gewerkschaft kritisiert massiven Anstieg der Mieten im Landkreis

Die Mieten im Landkreis München sind massiv angestiegen: um 25 Prozent in sechs Jahren. Die Gewerkschaft IG Bau fordert daher ein Wohnungsbaupaket.

Landkreis – „Für die Mieten im Landkreis München gibt es seit Jahren nur eine Richtung – nämlich immer nach oben“, sagt Michael Müller. Der Bezirksvorsitzende der IG Bau Oberbayern beruft sich dabei auf eine Mietpreis-Analyse des Pestel-Instituts. Selbst die Kaltmiete für Wohnungen mit einfachem Standard ist demnach im Kreis München von 10,40 Euro pro Quadratmeter (im Januar 2015) auf 13,10 Euro (im April 2021) enorm angestiegen – ein Plus von 25,5 Prozent.

Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise haben im gleichen Zeitraum deutlich weniger zugelegt – nämlich um 9,8 Prozent, so das Pestel-Institut. „Die neue Bundesregierung muss sich enorm ins Zeug legen und für mehr Wohnungen sorgen“, so Michael Müller.

„Wohnungen kann man wählen“

Es fehlten vor allem bezahlbare Wohnungen und Sozialwohnungen – gerade auch im Kreis München. „Die Situation im Landkreis München ist damit Teil der bundesweiten Misere auf dem Wohnungsmarkt“, sagt der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger. Das Drehen an der Mietspirale müsse ein Ende haben. Die Mieten müssen wieder runter. Dafür müsse der Neubau aber deutlich nach oben gehen – vor allem bei den bezahlbaren Wohnungen und bei Sozialwohnungen. Feiger fordert von der neuen Bundesregierung deshalb, „ein dickes Wohnungsbau-Paket“ auf den Weg zu bringen

Der IG-Bau-Chef appelliert, „einen kritischen Blick in die Wahlprogramme der Parteien zu werfen und genau zuzuhören, was von denen kommt, die in den Bundestag und ins Kanzleramt wollen“. Es gebe Parteien, die bereits klare Zielmarken beim Neubau von Wohnungen gesetzt hätten. Andere dagegen blieben vage und vermieden konkrete Zahlen. „Wohnungen kann man wählen“, sagt Feiger.

mm

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