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Internationale Bauausstellung (IBA): Landkreis wird Gesellschafter

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Von: Charlotte Borst

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Die Baubranche leidet unter Lieferengpässen und erhöhten Preisen
Die IBA hat zum Ziel, Städte und Regionen auf unkonventionelle Weise weiterzuentwickeln (Symbolbild) © Christian Vorhofer/IMAGO

Der Landkries München beteiligt sich an der Internationalen Bauausstellung (IBA). Er will Gesellschafter werden, mindestens 150.000 Euro kostet das.

Landkreis – Der Landkreis München will Gesellschafter der Internationalen Bauausstellung (IBA) werden. Ein Novum ist, dass sie sich dem Thema Mobilität widmet. Unter dem Titel „Räume der Mobilität“ werden in den nächsten zehn Jahren Zukunftsfragen aufgegriffen. Mit Partnern wollen die Gesellschafter den Weg für eine neue Mobilitätskultur ebnen und über Gemeindegrenzen hinweg etwas umsetzen. Im Herbst soll eine Projektgesellschaft gegründet werden. Der Landkreis will daran aktiv mitwirken.

Die Stadt München wird mit einem Anteil von 45 Prozent Gesellschafterin, weitere Umlandkommunen können sich mit einem Mindestanteil von fünf Prozent beteiligen. Dem Landkreis wird als zweitgrößte Gebietskörperschaft in der Region eine besondere Rolle zugeschrieben. Ausgehend von der Minimalbeteiligung von fünf Prozent sei mit einem jährlichen Beitrag von 150.000 Euro zu rechnen, hieß es im Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur. Die Kreisräte waren sich einig, dass die IBA eine große Chance für die Region darstellt. Einstimmig sprachen sie sich für eine Beteiligung aus. Die Entscheidung fällt im Kreistag am 27. Juli.

„Für die ganze Region sinnvoll“

„Ich sehe in der IBA eine herausragende Chance, innovative Projekte in einem der wichtigsten Handlungsfelder überhaupt anzustoßen und aufs Gleis zu bringen“, sagte Landrat Christoph Göbel (CSU). Aus allen Fraktionen kam Zustimmung. Markus Büchler (Grüne) hofft, dass „zumindest punktuell“ Lösungen für Verkehrsprobleme gefunden werden. Stefan Schelle (CSU) ist überzeugt: „Da werden sich Projekte ergeben, die für die ganze Region sinnvoll sind.“ Florian Schardt (SPD) hofft, „dass man Unternehmen mit ins Boot holt“.

Internationale Bauausstellungen gab es bereits im Ruhrgebiet, in Darmstadt, Leipzig und Hamburg. Sie sind ein bewährtes Format für Experimente und haben zum Ziel, Städte und Regionen auf unkonventionelle Weise weiterzuentwickeln. Gerade läuft die IBA in Wien, über 100 Projekte weisen den Weg in die Zukunft des sozialen und klimagerechten Wohnens.

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