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Schwung fürs MVG-Rad: So soll das Angebot im Landkreis noch attraktiver werden

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Von: Charlotte Borst

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In Brunnthal kann weiter ausgeliehen werden.
Überall im Landkreis können die Räder ausgeliehen werden. (Symbolbild) © mbe

Die blau-grauen MVG-Mieträder sind ein Minus-Geschäft und sollen attraktiver werden. Und zwar so.

Landkreis – Sie stehen viel zu oft ungenutzt an den Stationen und finden zu wenig Anklang: Die blau-grauen MVG-Mieträder sind ein Minus-Geschäft und sollen attraktiver werden. 3,57 Millionen Euro sind in den vergangenen Jahren für die Errichtung von 178 Stationen investiert worden. 2021 gab es im Landkreis nur 37 988 Ausleihen, im Verhältnis zu den Einwohnerzahlen sei das weniger als ein Prozent und „lächerlich wenig“, sagte FDP-Kreisrat Manfred Riederle in der Sitzung des Kreistags.

Landkreisweit hat die Corona-Pandemie einen Rückgang der Nutzung verursacht. Obwohl das Mietrad bisher nicht eingeschlagen hat, hält der Landkreis daran fest: „Wir wollen in unserer Region auf keine Mobilitätsform verzichten“, sagte CSU-Kreisrat Maximilian Böltl, Bürgermeister von Kirchheim. Er fordert, dass der Grund der Defizite geklärt werde und legte fünf Verbesserungsvorschläge vor, die Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz erhöhen und mit der MVG verhandelt und unter Einbindung der Kommunen umgesetzt werden sollen. „Wir wollen lieber viele kleine als wenige große Stationen anbieten.“. Mehr Öffentlichkeitsarbeit und eine bessere Bewerbung seien nötig. Der Landkreis sollte zudem bei der Preisgestaltung mitreden. Die Nutzung der Räder sollte im Tarifticket besser eingebunden werden. Auch die MVV-App könnte verbessert werden, sagte Böltl. Riederle forderte, das Mietrad als reguläres Verkehrsmittel, ebenso wie Bus, U- und S-Bahn, im MVV-Tarif aufzunehmen.

Der Kreistag hat zudem beschlossen, dass er unbefristet weiterhin die Hälfte des jährlichen Verlustes zahlt, aber maximal 1,05 Millionen Euro bei den Betriebskosten zuschießt. Dagegen stimmten die drei Kreisräte der AfD sowie Ottobrunns Bürgermeister Thomas Loderer (CSU), der das Mietradsystem von Anfang an für unwirtschaftlich hält und seinen Nutzen für die Verkehrswende gering einschätzt. Das Freefloat-Gebiete soll für 36 Monate eingeführt werden. Diesen Wunsch äußerten Bürgermeister vielerorts: In solchen Zonen müssten die Räder nicht an den festen Stationen abgestellt werden.

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