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Verkehr

Wenig Chance für Pendlerbus

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Deisenhofen - Ein Bus soll Wolfratshausen und Deisenhofen verbinden. Gemeinsame Pläne der beiden Landkreise werden von einem Großteil der Bad Tölz/Wolfratshausener Kreisräte abgegrätscht. 3:10 endete vor drei Wochen eine Abstimmung im Kreisausschuss.

Deisenhofen – „Es geht ums Geld“, sagte Kreisrat Stefan Schelle (CSU). Anders als im Landkreis München sind Gemeinden im Kreis Bad Tölz/Wolfratshausen an den Kosten einer Probephase beteiligt, die dem regulären Busbetrieb vorgeschaltet ist. „Das wollen die nicht“, weiß Schelle. Oberhachings Bürgermeister, der den Antrag auf den Bus L320 von Oktober 2015 unterzeichnete, steht hinter der Verbindung. „Der Entscheidungsprozess läuft noch“, suchte Schelle zu beruhigen. Beide Landratsämter wollen den Bus. Er würde helfen, die katastrophale Situation für Pendler zu entschärfen, die am S-Bahnhof in Deisenhofen kulminiert. Pendler aus Bad Tölz-Wolfratshausen und der Hachinger Region drängen auf den Parkplatz. Der als Expressbus angelegte L320 würde einen Teil der Pendler abfangen. Nach dem gemeinsamen Antrag aus Egling und Oberhaching hatten beide Landkreise mit dem MVV ein Konzept für den L320 erstellt. Demnach soll der Bus zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 für fünf Jahre ausgeschrieben werden. Eine Verlängerung von zwei Jahren ist möglich. Der Bus würde nach Endlhausen über die Staatsstraße 2358 bei Gerblinghausen auf Gebiet des Landkreises München gelangen. Von Montag bis Freitag soll L320 von 5.30 Uhr bis 21.30 Uhr vor allem den Berufs- und Schülerverkehr bedienen. Vorgesehen ist ein 40-Minutentakt, sodass die Kosten im Rahmen bleiben. Ohnehin bewegt sich der Bus größtenteils auf der Flur des Nachbarlandkreises. Anteilsmäßig müsste der Kreis München jährlich 170 000 Euro aufbringen. Der L320 kostet eine halbe Million Euro im Jahr.

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