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Luftverpester will der Landkreis minimieren - und Strom regenerativ produzieren.

Durchschnittlich belastet jeder Einwohner die Umwelt mit 12,9 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr

Landkreis will 48 Prozent CO2 einsparen

Landkreis  - Knapp 50 Prozent weniger CO2 bis 2030: So lautet das neue Ziel des Landkreises. Das erste Ziel, 60 Prozent, ist über Bord geworfen worden - zu unrealistisch.

 Die 2006 beschlossene Energievision des Landkreises München ist endgültig Geschichte. In der Einsicht, dass die hochgesteckten Ziele unerreichbar sind, greift der Kreis zu realistischeren Vorgaben: die „Klima- und Energieinitiative 29++“ oder auch „Energievision 2.0“.

Einstimmig hat der Kreistag ein Handlungsprogramm mit 30 möglichen Maßnahmen und ein konkretes Ziel beschlossen. Bis 2030 sollen CO2-Emissionen im Landkreis München um 48 Prozent reduziert werden. 

Wie die zur Erarbeitung der Klimaziele hinzugezogene Beraterfirma mitteilte, belastet jeder einzelne Landkreisbewohner die Umwelt gegenwärtig im Schnitt mit 12,9 Tonnen Kohlendioxid im Jahr. Als Grundlage der Berechnung gilt das Jahr 2010.

Die in München ansässige „Green City Energie“ erachtet die Vorgabe als durchaus realistisch und weist das Ziel als Zwischenetappe aus. 

Im Übrigen hält sich der 60 Seiten starke Endbericht zur „Energievision 2.0“ von Green City mit unmittelbaren Vorgaben zurück. Die angeregten Maßnahmenvorschläge sollen mit den 29 Städten und Gemeinden diskutiert werden. Erst nach einem gemeinsamen Beschluss gilt die neue Energievision dann als endgültig angenommen.

Errungenschaften des Industrie- und Technikzeitalters ließen die Energievision von 2006 scheitern. Spätestens 2014 dürfte den Kreisräten gedämmert sein, dass es nicht möglich sein würde, im wirtschaftlich boomenden Landkreis bis zum Jahr 2050 stolze 60 Prozent des Energieverbrauchs einzusparen und die verbleibenden 40 Prozent regenerativ zu produzieren. 

Green City wurde engagiert, um „neue, realistische Zielsetzungen und ein konkretes Handlungsprogramm“ für die Bereiche Energie und Klimaschutz zu erarbeiten. In 14 Veranstaltungen und Workshops bemühte sich der Kreis im auslaufenden Jahr um eine möglichst breite, öffentliche Beteiligung. Allumfassendes Ziel ist eine Umstellung der „Energieversorgung auf nicht-fossile, kohlenstofffreie Energieträger“.

Neben der Einrichtung einer koordinierenden Kompetenzstelle sollen Kampagnen im Bereich Erneuerbare Energien und energetischer Sanierung sowie Umweltfortbildungen für Kinder und Jugendliche unterstützt, Radverkehr und E-Mobilität gefördert, die Wirtschaft mit an Bord geholt werden. Hausmeister will man in den jeweiligen Einrichtungen über Schulungen für Inhalte der Energievision sensibilisieren.

Green City rechnet mit Kosten in Höhe von sieben Millionen Euro, um alle 30 Vorschläge umzusetzen.

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