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Kerstin Schreyer und Ernst Weidenbusch ziehen für die CSU wieder in den Landtag ein.

Ticker zur Landtagswahl in Bayern

Nach der Wahl im Landkreis München: Ergebnis-Panne im Landratsamt - Kirchheim die Letzten in Bayern

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  • Charlotte Borst
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Am 14. Oktober wählt Bayern einen neuen Landtag. Wie stimmen die Wähler in den beiden Stimmkreisen im Landkreis München ab? Erfahren Sie es in unserem Liveticker.

  • Kerstin Schreyer und Ernst Weidenbusch (beide CSU) erhalten in den beiden Stimmkreisen im Landkreis München das Direktmandat für den Landtag.

+++ Aktualisieren +++

17 Uhr: Noch immer geht das Bangen um die Plätze weiter. Denn die Auszählung der Erst- und Zweitstimmen dauert noch immer an

15.45 Uhr: Schon um kurz vor 2 Uhr morgens stand fest: Keiner brauchte so lange für die Auszählung der Landtagswahl-Stimmen wie der Stimmkreis 123 München-Land-Nord. Schuld daran: EDV-Probleme in der Gemeinde Kirchheim, die deswegen das Wahlergebnis erst zwischen 2 und 3 Uhr nachts ans Landratsamt übermitteln konnte. Dort gab es ebenfalls Schwierigkeiten mit der Technik, weshalb das Ergebnis erst im Laufe des Montags an die Öffentlichkeit kam. Ein finales Zweitstimmen-Ergebnis gibt es im Landkreis München dagegen weder für den nördlichen Stimmkreis 123 noch für den südlichen Stimmkreis 124. Offenbar kämpft das Landratsamt immer noch mit der Technik.

15.06: Eine faustdicke Überraschung ist dem Grünen-Kandidaten Benjamin Adjei geglückt: Der Taufkirchner kegelte im Stimmbezirk München-Moosach mit nur 78 Stimmen Vorsprung ein Mitglied der Staatsregierung aus dem Landtag.

Benjamin Adjei (links) aus Taufkirchen gewinnt bei der Landtagswahl 2018 für die Grünen völlig überraschend den Stimmkreis München-Moosach. Hier feiert er auf der Wahlparty in der Muffathalle mit den Direktkandidaten Claudia Köhler und Markus Büchler.

13.28 Uhr: „Ich bin mir nicht sicher, ob das eine Bayern- oder eine Bundeswahl war“, analysierte Schreyer den Absturz der CSU und sprach immer wieder vom „Wording“, das misslungen sei: „Die Berliner Kollegen haben es nicht geschafft, der heterogener gewordenen Bevölkerung unsere Sachthemen richtig zu vermitteln.“ Ein dezenter Seitenhieb in die Richtung von CSU-Parteichef und Bundesinnenminister Horst Seehofer, den Schreyer aber nicht in Frage stellte: „Wir brauchen Mut zur Langsamkeit und müssen sehr genau analysieren, welche Wähler warum wohin gewandert sind. Dabei geht Gründlichkeit vor Schnelligkeit.“

Montag, 10.58: Guten späten Vormittag aus der Redaktion. Für viele Wahlhelfer war es eine kurze Nacht, wegen der hohen Wahlbeteiligung und vieler Briefwahlunterlagen mussten viele bis in die frühen Morgenstunden rackern. Ein Ergebnis im Landkreis steht immer noch aus: Die Gemeinde Kirchheim konnte bis zum späten Montagvormittag keine Landtagswahl-Ergebnisse liefern. Laut Christine Spiegel, Sprecherin im Landratsamt, gab es EDV-Probleme. Damit gibt es auch für den Stimmbezirk 123 München Land Nord kein Endergebnis. Wir bleiben dran.

Ein Ergebnis fehlt: In Kirchheim wird offenbar noch ausgezählt.

0.27 Uhr:

Das soll es für den Sonntag von unserem Ticker zur Landtagswahl im Landkreis München gewesen sein. Wir wünschen eine angenehme Nachtruhe. Mehr zur Wahl erfahren Sie in den kommenden Tagen hier und in unseren Printausgaben.

0.26 Uhr: 

Neben den beiden CSU-Kandidaten dürfen sich auch die verbleibenden Landkreis-Kandidaten weiterhin Hoffnung auf den Einzug in den Landtag machen. Entscheidend hierfür ist die Zweitstimme. Dabei zählt - im Gegensatz zur Bundestagswahl - nicht der Listenplatz, sondern die Zahl der Stimmen. 

Kerstin Schreyer und Ernst Weidenbusch ziehen für die CSU wieder in den Landtag ein.

0.25 Uhr:

Ein Blick auf die Wahlbeteiligung: Im Stimmkreis 123, München-Land Nord, sind rund 81 Prozent an die Urne gegangen. Im Stimmkreis 124, München-Land Süd, wählten 80,7 Prozent der Berechtigten.

0.23 Uhr:

Noch immer fehlt das Ergebnis aus Kirchheim. Aber auch im nördlichen Stimmkreis ist klar, dass sich Ernst Weidenbusch (CSU) das Direktmandat gesichert hat. Damit ziehen beide CSU-Kandidaten erneut in den Landtag ein.

23.43 Uhr:

Die Grünen feiern ihr historisches Ergebnis auf der Wahlparty in der Muffathalle. Markus Büchler und Claudia Köhler dürfen durch ihr gutes Abschneiden in den beiden Stimmkreisen im Landkreis München auf einen Platz im neuen bayerischen Landtag hoffen - wenn sie genug Zweitstimmen bekommen haben und auf der Grünen Liste entsprechend gute Platzierungen einnehmen.

23.16 Uhr:

Aus dem südlichen Landkreis kam das erste Ergebnis des heutigen Tages im Landkreis München, der Stimmkreis München-Land Süd ist auch schneller komplett ausgezählt, als der Stimmkreis München-Land Nord. Kerstin Schreyer (CSU) zieht mit 32,2 Prozent der Stimmen als Direktkandidatin in den Landtag ein. Markus Büchler (Grüne) erhielt 23,6 Prozent, SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen 12,2 Prozent.

Die ersten Glückwünsche gibt es von Landrat Christoph Göbel (CSU).

23.09 Uhr:

Der Auszählungs-Endspurt entwickelt sich zum Marathon. Es fehlen noch die Ergebnisse aus drei Gemeinden: Unterhaching, Kirchheim und Oberschleißheim.

22.42 Uhr:

Kerstin Schreyer wird aller Voraussicht nach wie vor fünf Jahren für die CSU ins Maximilianeum gewählt. Freudensprünge vollbringt sie dennoch nicht. Sie strebt eine Analyse des Wahlergebnisses an: „Wir brauchen jetzt den Mut zur Langsamkeit. Welche Wähler sind von uns gegangen und wohin.“

Ein möglicher Koalitionspartner der Christsozialen im Landtag wären die Freien Wähler. Ob Kerstin Schreyer und Otto Bußjäger hier bereits erste Sondierungsgespräche führen?

22.20 Uhr:

Kurz vor den finalen Ergebnissen der Erststimmen noch einmal ein kurzes Zwischenfazit. Ernst Weidenbusch und Kerstin Schreyer werden wohl beide Direktmandate für die CSU holen. Klarer Zweiter sind in beiden Landkreisen die Grünen, Markus Büchler und Claudia Köhler. Dahinter gibt es Unterschiede. Im nördlichen Landkreis sind die Freien Wähler mit Nikolaus Kraus aktuell drittstärkste Kraft vor SPD (Annette Ganssmüller-Maluche) und FDP (Thomas Jännert). Im Süden liegen dagegen die SPD Spitzenkandidatin Natascha Kohnen auf Platz drei vor der FDP mit Helmut Markwort und den Freien Wählern mit Ilse Ertl. Ebenfalls erwähnenswert: Helmut Markwort erzielt derzeit für die Liberalen über zehn Prozent.

22.10 Uhr:

Endspurt bei den Auszählungen, in beiden Stimmkreisen fehlen noch drei Gemeinden. Im Norden: Kirchheim, Oberschleißheim und Grasbrunn. Im Süden: Unterhaching, Taufkirchen und Grünwald.

21:52 Uhr:

Werfen wir noch einmal einen kurzen Blick auf die Wahlbeteiligung. Die liegt aktuell - beide Stimmkreise im Landkreis kombiniert - bei rund 81 Prozent! 

21:40 Uhr:

Im Stimmkreis München-Land Nord ist es nach sechs ausgezählten Gemeinden (von 13) knapper. Hier führt CSU-Kandidat Ernst Weidenbusch mit 28,8 Prozent vor Claudia Köhler (Grüne/22,5).

21:37:

Die Prognosen bestätigen sich auch im Landkreis. Im Stimmkreis München-Land Süd kommt Kerstin Schreyer (CSU) nach elf ausgezählten Gemeinden (von 16) auf 31,9 Prozent der Stimmen. Es folgt Markus Büchler von den Grünen mit 24,1 Prozent.

21.30 Uhr: 

Markus Büchler, Grünen-Kandidat aus Oberschleißheim, gibt sich kämpferisch: „Ein unfassbar gutes Ergebnis! Der Bevölkerung reicht es mit Scheindebatten alter Männer. Wir haben uns auf Inhalte konzentriert, sei es Umweltschutz, bezahlbarer Wohnraum oder Mobilität. Im Landtag werden wir uns teuer verkaufen. Wenn die CSU mit uns koalieren will, wird sie bluten müssen.“

21.27 Uhr:

Ein kurzer Blick in die Landeshauptstadt: Die Grünen sind derzeit mit 31,1 Prozent die stärkste Kraft in München. Die CSU folgt mit 24,4 Prozent. Die Entwicklungen in München können Sie hier verfolgen.

21.10 Uhr: 

Kerstin Schreyer kommt aus dem Landtag und beschreibt die Stimmung als erstaunlich gut. Dort sei Markus Söder mit tosendem Applaus begrüßt worden. „Ich mache seit 1990 Wahlkampf. Die Parteibasis war so motiviert wie noch nie. Die Leute sind gelaufen, wie es nur ging, auch die Kandidaten. Ich bin sehr stolz, dass wir eine so hohe Wahlbeteiligung haben.“ Die CSU sei mit zwei blauen Augen davon gekommen, wenn sich die bisherigen Ergebnisse bestätigen. „Sie sind bisher besser als die Hochrechnungen“, sagt die Sozialministerin.

21.00 Uhr:

Eine große Besonderheit gibt es in den bislang ausgezählten Gemeinden. In Ismaning erhielt Nikolaus Kraus von den Freien Wählern die meisten Stimmen. 29,1 Prozent der Ismaninger stimmten für den Einheimischen. CSU-Kandidat Ernst Weidenbusch folgt mit 21,5 Prozent.

20.55 Uhr:

Sozialministerin Kerstin Schreyer (CSU) ist auch im Landratsamt angekommen. Bislang stehen die Zeichen klar auf Wiederwahl. In den vier ausgezählten Süd-Gemeinden (von 16) hat sie jeweils die meisten Stimmen bekommen.

20.43 Uhr:

Gerade trudelte auch das erste Ergebnis aus dem nördlichen Landkreis ein. Ernst Weidenbusch (CSU) kommt in Unterföhring nur auf unter 30 Prozent. Claudia Köhler (Grüne) erhielt die zweitmeisten Stimmen.

20:33 Uhr:

Mittlerweile hat uns auch Kerstin Schreyer (CSU) ein erstes Statement zu den Prognosen der Zweitstimmen gegeben. „"Wir sind mit zwei blauen Augen davongekommen. Erstens, das Ergebnis in Ordnung ist in dem Rahmen, der machbar war. Zweitens, weil wenn wir nun eine stabile Regierung hinbekommen. Den Regierungsauftrag haben wir klar erhalten.“ Ob man eher mit den Grünen oder den Freien Wählern koalieren werde? „Ich tendiere zum bürgerlichen Lager. Die Grünen sind von unserem Wahlprogramm zu weit entfernt.“

20.26 Uhr:

Mit den Ergebnisse aus Planegg hat sich das Bild auf dem Bildschirm auch etwas verändert. Die CSU verliert über fünf Prozentpunkte, Grüne und SPD gewinnen.

20.24 Uhr:

Die Wahlbeteiligung ist sehr hoch. Die ersten beiden Gemeinden, die ausgezählt sind, bestätigen den Trend. Aying (80,2 Prozent) und Planegg (82,7) sprechen für ein großes Interesse an der Landtagswahl 2018. „Bei der Bundestagswahl hatten wir (der Landkreis München, d. Red.) die höchste Wahlbeteiligung in ganz Deutschland. Es zeigt sich, dass sich viele Leute doch wieder entschlossen haben, zu wählen. Das ist fantastisch“, sagte Landrat Christoph Göbel (CSU).

20.10 Uhr:

Da ist es, das erste Ergebnis aus dem Landkreis. Die Ergebnisse ähneln den Prognosen. Die CSU ist mit 37,6 Prozent stärkste Kraft, gefolgt von den Grünen mit 19,9 Prozent. Die SPD ist mit 7,4 sogar nur einstellig und liegt hinter den Freien Wählern (13,3) und der AfD (8,3).

Das erste Ergebnisse aus dem Landkreis München.

Die Erststimmen am schnellsten ausgezählt hat die Gemeinde Aying im südlichen Landkreis. Hier hat Kerstin Schreyer als CSU-Kandidatin die Nase vorne. Helmut Markwort (FDP) ist mit 5,9 Prozent nicht zufrieden. „Das muss noch besser werden.“

20.05 Uhr:

Mittlerweile sind auch Annette Ganssmüller-Maluche (SPD) und Nikolaus Kraus (FW) im Landratsamt eingetroffen. „ich bin zufrieden, weil wir zweistellig und zum dritten Mal im Landtag sind. Das ist auf unsere gute und solide Arbeit zurückzuführen. Jetzt heißt es abwarten, ob ich dabei bin“, sagt Kraus zu den vorläufigen Ergebnissen. 

Niedergeschlagen ist dagegen Annette Ganssmüller-Maluche, die mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen hier ist. „Das Ergebnis ist enttäuschend. Das steht zum Aufwand in keinem Verhältnis.“

19.55 Uhr:

Ernst Weidenbusch, CSU-Direktkandidat aus Haar, sieht kritisch auf den Stil des zurückliegenden Wahlkampfs zurück: „Das Niveau der Auseinandersetzung ist seit 2003 beständig gesunken, sowohl der Kandidaten untereinander als auch in den Medien.“

19.53 Uhr:

19.53 Uhr, die Null steht. Könnte sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vielleicht mal eine Scheibe abschneiden ;)

Christine Spiegel, Pressesprecherin des Landratsamts, macht wenig Hoffnung, dass wir bald Zahlen vermelden können: „Noch liegt kein einziges Fax vor.“

19.33 Uhr:

Auch um kurz nach 19.30 Uhr warten alle Beteiligten im Landratsamt noch auf das erste Ergebnis aus dem Landkreis. Auch FDP-Kandidat Helmut Markwort wartet gespannt.

19.25 Uhr:

Etwa elf Prozent der Wähler haben für die AfD gestimmt. Das ZDF zeigt, wie die AfD-Wähler noch vor fünf Jahren votiert haben.

19.22 Uhr:

Der Trend, dass heute mehr Leute zur Urne gegangen sind als noch 2013, scheint sich bestätigt zu haben. Bayernweit sollen rund 70 Prozent der Berechtigten gewählt haben. Vor fünf Jahren waren es 63,9.

19.10 Uhr:

Gut eine Stunde nachdem die Wahllokale ihre Pforten geschlossen haben, gibt es neue Hochrechnungen. Infratest dimap geht aktuell von folgendem Ergebnis aus (in Prozent): CSU 35,2, SPD 9,8, FW 11,5, Grüne 18,6, FDP 5,1, Linke 3,4, AfD 11,0, Sonstige 5,4.

19.03 Uhr:

Ist Berlin mit Schuld an den Verlusten der CSU? Ernst Weidenbusch, Direktkandidat für München-Land Nord und Landtagsabgeordneter, lässt zumindest mit Verweis auf Horst Seehofer tief blicken: „So lange er in Berlin bleibt, ist mir das wurscht - aber in München brauchen wir ihn nicht!“

19.00 Uhr:

Claudia Köhler hofft, in der kommenden Legislaturperiode für die Grünen im Landtag zu sitzen. Rainer Gross von der AfD ist weniger optimistisch: „Grundsätzlich habe ich ein lachendes und ein weinendes Auge. In den Landtag haben wir es geschafft, aber leider haben wir unsere Inhalte noch nicht so beim Wähler positionieren können. Aber dazu gehört Sachpolitik und nicht nur Sprüche. Das gehört aufgearbeitet.“ 

18.57 Uhr:

Landrat Christoph Göbel (CSU) zu den ersten Ergebnissen: „Die CSU muss zu alter Geschlossenheit zurückkommen. Was wir tun müssen, ist uns schnellst möglich unter Führung von Markus Söder der Regierungsbildung zuzuwenden. Wichtig ist, dass in der CSU Geschlossenheit herrscht. Die Menschen wollen einen klaren Kurs und eine solide Regierung für Bayern. Gut wäre eine Zweier-Koalition. Schwarz-Grün oder CSU und Freie Wähler - beides sollte ergebnisoffen diskutiert werden. Das verlangen die Menschen. Dann wird man sehen.“

18.53 Uhr:

Helmut Markwort, FDP-Direktkandidat im Stimmkreis München-Land Süd, freut sich, dass die Liberalen in den Landtag einziehen. „Unglaubliche Ergebnisse. Die Halbierung der SPD ist ein Hammer, auch die CSU hat stark eingebüßt. Was bedeutet das für Bayern? Jetzt werden wir mehr Auseinandersetzungen haben im Landtag. Es war wichtig, die 5-Prozent-Hürde zu nehmen. Der Jubel war enorm. Das War wie ein entscheidendes Tor beim FC Bayern. Verdoppeln wäre gut - von 3,3 auf 6,6 Prozent. Die FDP hat gefehlt, sie ist die Stimme der Marktwirtschaft. Sie ist endlich zurück und wird gebraucht.“ 

Gleichzeitig geht der Fokus-Gründer davon aus, künftig selbst im Maximilianeum zu sitzen. „Für mich wird es reichen. Ich bin unter den elf Abgeordneten.“

18.50 Uhr:

Aus den Landkreis-Gemeinden liegen übrigens noch keine Ergebnisse vor. Der stellvertretende Stimmkreisleiter Alfred-Alexander Gaßner rechnet zwischen 19 und 19.30 Uhr mit den ersten Ergebnissen aus den kleineren Gemeinden. Die Auszählung in den großen Landkreis-Gemeinden dürften sich etwas länger ziehen.

18.42 Uhr:

Ein Blick auf die erste Auswertung von infratest dimap zeigt, dass Männer und Frauen in Bayern ähnlich gewählt haben. Einziger grober Ausreißer im Geschlechtervergleich: die AfD.

18.37 Uhr:

SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen zeigte sich nach nur zehn Prozent in der ersten Prognose im TV-Interview ernüchtert. "Wir haben in den vergangenen Monaten eine unglaubliche Skepsis gespürt, was die Sozialdemokratie betrifft. Es wird ein langer, harter Weg, den Glauben an die Sozialdemokratie wiederherzustellen. Dafür müssen wir keine halben Wege mehr gehen, sondern ganze", sagte die Neubibergerin.

18.32 Uhr:

Ulrich Riediger freut sich über den Einzug der AfD in den Landtag, aber nur verhalten über das Ergebnis. Er beklagt, dass die Partei in den vergangenen Wochen rund drei Prozent eingebüßt hat: Umfragen hatten sie bei rund 14 Prozent gesehen. Im selben Atemzug kann er sich eine Koalition mit der CSU vorstellen. „Aber nur wenn wir mit einer bayerischen CSU Front gegen Berlin machen. Und den starken Standort Bayern nicht wie anderswo in Deutschland mit grünen und roten Fantasien zerlegen.“

18.27 Uhr:

Das Landratsamt lauscht der Rede von Markus Söder. Links neben dem bayerischen Ministerpräsidenten steht übrigens Kerstin Schreyer, CSU-Direktkandidatin aus Unterhaching. Die 47-Jährige hat einen Ehrenplatz erhalten.

18.21 Uhr:

Thomas Jännert muss nach der ersten Prognose noch zittern. „Wir haben eigentlich mit sechs Prozent gerechnet“, sagt der Direktkandidat der FDP aus Kirchheim.

18.13 Uhr:

Die ersten Prognosen sorgen bei allen Beteiligten für Gesprächsstoff. Aufgeregt diskutieren die Politiker mit ihren Familien und den Medienvertretern im Landratsamt.

18.06 Uhr: 

Das Ergebnis deckt sich erstaunlich gut mit einer Wahltagsumfrage, die den Grünen im Landratsamt zugespielt wurde. „Wir haben die absolute Mehrheit gebrochen. Die Leute wollen uns in der Regierungsverantwortung sehen. Wir haben unser Ergebnis verdoppelt, wir haben Mut und Haltung für unsere Themen geworben und sind bestätigt worden“, freut sich Claudia Köhler.

18.01 Uhr: 

So richtig laut jubeln nur die Grünen um Claudia Köhler. Kein Wunder, haben sie doch den ersten Nachwahlprognosen von infratest dimap nach einen Sprung auf 18,5 Prozent hingelegt. Für die CSU ist es eine Klatsche, 35,5 Prozent sind aber nicht so dramatisch, wie manche Umfragen vorhergesagt haben. Die SPD bleibt mit 10 Prozent gerade so zweistellig, Freie Wähler: 11,5 Prozent, AfD 11 Prozent. Die FDP muss mit 5 Prozent dagegen um den Einzug in den Landtag bangen. Die Linke scheitert dagegen mit nur 3,5 Prozent offenbar klar an der Fünf-Prozent-Hürde.

Sekt bei den Grünen. Claudia Köhler (M.) stößt auf die Prognose von über 18 Prozent an.

17.58 Uhr: 

Im Foyer des Landratsamtes wird das Stimmengewirr lauter: Die ersten Ergebnisse stehen kurz bevor. Die Anspannung unter den anwesenden Kandidaten ist spürbar: Wird es das erwartete politische Erdbeben?

17.55 Uhr:

Eine große Lücke im Landtag hinterlässt der langjährige SPD-Abgeordnete Peter Paul Ganzer aus Haar, findet Otto Bußjäger, stellvertretender Landrat (FW): „Er war immer für mich da, wenn ich ihn gebraucht habe.“ Obwohl sie keine Parteigänger sind, hätten sie die Änderung des Bayerischen Feuerwehrgesetzes gemeinsam durchgebracht.

17.52 Uhr:

Bevor der Wahltrubel beginnt, stellen wir Ihnen das Merkur-Team im Landratsamt vor: v.l. Martin Becker, Josef Ametsbichler, Charlotte Borst, Robert Brouczek und Sebastian Schuch.

17.50 Uhr:

Zehn Minuten haben die Wahllokale im Landkreis und ganz Bayern noch geöffnet. Claudia Köhler (Grüne) informiert sich schon einmal über die Zwischenstände. 

17.47 Uhr:

Ein kurzer Blick in den Nachbarlandkreis. In Ebersberg lagen Lesebrillen in den Wahllokalen aus. Eine kurzfristige Sehschwäche ist da keine Ausrede mehr, nicht wählen zu gehen.

17.42 Uhr:

Nicht ganz so entspannt war der Tag bisher für Thomas Jännert (FDP) und seine Frau Madilena. An der Grundschule an der Martin-Luther-Straße in Kirchheim staute es sich auf dem Weg zur Urne. Rund 20 Minuten mussten die Wähler warten, bis sie ihre vier Kreuze machen konnten. 

17.30 Uhr:

Als erster Direktkandidat aus dem Landkreis im Landratsamt eingetroffen ist Ulrich Riediger (AfD). Claudia Köhler ist mittlerweile auch da. Die Grünen-Kandidatin hat ihren Mann und Sohn im Schlepptau. Ihre Vorbereitung auf den Wahlabend: Lange schlafen, ein ausgiebiges Frühstück, Gartenarbeit und fünf Ladungen in der Waschmaschine.

17.18 Uhr:

Der erste Bildschirm steht. Hier werden später die Hochrechnungen für den Stimmkreis 123 München-Land Nord angezeigt und laufend aktualisiert.

17.10 Uhr:

In knapp einer Stunde gibt es die ersten Prognosen. Die Kollegen von der Welt haben schon einmal die Sprüche des Abends als Bingo zusammen gestellt. Einfach abstreichen.

16.55 Uhr:

SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen aus Neubiberg hat heute natürlich auch schon ihre Kreuzchen gesetzt. Die Frage, welcher Partei die 50-Jährige ihre Stimmen gegeben hat, stellt sich eigentlich nicht. Es wird interessant sein zu sehen, ob die SPD die elf Prozent aus den Prognosen hinter sich lässt. In unseren Kurzinterviews gab sie sich noch selbstbewusst und setzte auf die unentschlossenen Wähler.

16.43 Uhr:

Im Landratsamt München, das auch für den Landkreis München zuständig ist, laufen die Vorbereitungen auf den Wahlabend bereits seit Stunden auf Hochtouren. Snacks stehen bereit, fehlen nur noch die Politiker und Gäste.

Die Blätterteig-Ecken gibt es in fünf Variationen: mit Schinken-Käse, mit Gemüse, nach Flammkuchen Art mit Speck, nach Mexiko Art mit Tomaten und Käse sowie mit Pilzen.

16.33 Uhr: 

Die Wahlbeteiligung scheint in diesem Jahr im Allgemeinen höher zu sein, als bei den letzten Wahlen. 

Zum Vergleich die aktuellen Zahlen aus München. Die dürften im Landkreis ähnlich hoch sein.

15.05 Uhr:

Knapp drei Stunden sind die Wahllokale noch geöffnet. Für die Unentschlossenen hat Javi Martinez vom FC Bayern München eine kurze Videobotschaft auf Twitter veröffentlicht.

14.45 Uhr:

Auch in Unterschleißheim ist mit einer hohen Wahlbeteiligung zu rechnen. Auf Facebook schreibt ein User, im Wahllokal Stadtbibliothek gehe es zu wie morgens beim Bäcker. Schade eigentlich, dass man nach der Wahl keine Semmeln bekommt.

14.20 Uhr:

Hoch her ging es im Wahlkampf in den vergangenen Wochen und Monaten. Das wirkt sich offenbar auch auf die Wahlbeteiligung aus. Zwar haben in Unterhaching schon mehrere tausend Menschen per Briefwahl ihre Kreuzchen gemacht, trotzdem ist der Ansturm groß. Im Wahlraum in der Grund und Mittelschule am Sportpark bildeten sich immer wieder kleinere Schlangen. Die Wahlhelfer haben heute Mittag eine sechste Wahlkabine aufgebaut, um den Ansturm zu bewältigen. Sie sagen, dass sehr viele Leute zur Wahl gehen.

13:45 Uhr:

Aber für unseren ortskundigen Redakteur sind auch eher zweideutige Wegbeschreibungen kein Problem. Beweis gefällig? Hier ein Bild aus dem Wahllokal in Unterföhring. 

13:28 Uhr:

Unser Redakteur Martin Becker hat sich heute schon auf Bilderjagd begeben und fuhr nach Unterföhring. Gar nicht so einfach, wenn man der aktuellen Beschilderung glauben darf. Um der Umleitung zu folgen, dem Himmel entgegen? Wir sind gespannt, welche Partei heute ab 18 Uhr nach den Sternen greift.

13.10 Uhr:

Herzlich willkommen zu unserem Ticker zur Landtagswahl in Bayern 2018. Seit 8 Uhr sind die Wahllokale geöffnet, bis 18 Uhr haben Sie noch Zeit, ihre vier Kreuzchen zu machen. Denn neben dem Landtag wählen Sie heute auch den Bezirkstag.

Alle Infos für die Wähler im Landkreis München

Kurz vor der Wahl haben wir für Sie noch einmal einen Übersichtsartikel mit allen wichtigen Infos für die Wähler im Landkreis München, also den Stimmkreisen 123 und 124 zusammengestellt. Hier finden Sie, was sie kurz vor der Landtagswahl wissen müssen.

Kurzinterviews mit den Direktkandidaten im Stimmkreis München-Land Süd

Im Rahmen der Podiumsdiskussion in Taufkirchen haben sich sieben Direktkandidaten den Fragen unserer Redakteure gestellt. Unter dem Motto „Kurze Fragen, schnelle Antworten“ hatten sie etwa zwei Minuten Zeit, um fünf Fragen zu beantworten. Warum sich die Kandidaten bei ihrer Partei engagieren und wie sie ihre Politik beschreiben würden, sehen Sie hier.

U18-Abstimmung vor der Landtagswahl

Bereits vor der Landtagswahl haben die bayerischen Jugendlichen bei der U18-Abstimmung ihre politischen Präferenzen gezeigt. Bei der fiktiven Wahl setzte sich die CSU mit 24,2 Prozent als stärkste Partei durch. Allerdings nur knapp vor den Grünen mit 23,3 Prozent. Schwarz-Grün wäre also die favorisierte Koalition. Das wäre auch bei den Landtagswahlen denkbar. 

61 768 Kinder und Jugendliche haben ihre Stimme in 453 Wahllokalen abgegeben – also in Jugendzentren, Schulen oder Vereinsheimen. Weitere Infos zu den Ergebnissen der U18-Abstimmung finden Sie hier.

CSU 2013 stärkste Partei im Landkreis München

Bei der vergangenen Landtagswahl im September 2013 war die Welt für die CSU noch in Ordnung. Im Landkreis München waren die Christsozialen in allen Gemeinden und Städten die stärkste Partei und sicherte sich oft über 50 Prozent der Wählerstimmen. Das beste Ergebnis erzielte die CSU in Grünwald mit 56,8 Prozent der Stimmen. Im Stimmkreis München-Land Nord zog Ernst Weidenbusch mit 42,95 Prozent der Erststimmen in den Landtag ein, im Stimmkreis München-Land Süd Kerstin Schreyer mit 46,36 Prozent. Ob die CSU auch bei der diesjährigen Wahl trotz der fallenden Umfragewerte ähnliche Zahlen erreichen kann?

Alle überregionalen Infos rund um die Landtagswahl in Bayern 2018 finden Sie natürlich auch bei uns:

Die Landtagswahl 2018 in Bayern gehört zu den wichtigsten politischen Ereignissen des Jahres. Die aktuellen Prognosen und Umfragen für Bayern haben daher große Auswirkungen auf die gesamte Bundespolitik. 

Wir geben Ihnen vorab alle wichtigen Informationen zum Termin der Bayern-Wahl am 14. Oktober und bieten einen Ausblick darauf, ab wann Hochrechnungen und Ergebnis der Landtagswahl in Bayern zu erwarten sind. 

Am Wahlabend erhalten Sie natürlich die aktuellsten Zahlen und Reaktionen im Live-Ticker. Alle Wähler, die ihre Entscheidung noch nicht getroffen haben, können den Wahl-O-Mat für Bayern nutzen und die Wahlprogramme der Parteien vergleichen.

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