Ehrung für den Lebensretter: Matthias Dasch (2.v.l.) hat das Leben eines Buben gerettet. An der Feierstunde mit Frederick Wecker (DKMS) und Oskar Berger (Gore) haben auch seine Frau Ambria und Sohn Leonard teilgenommen. Foto: nie

Er lebe drei Mal hoch

Putzbrunn - Lebensretter Dasch wird geehrt

Putzbrunn - „Ein Menschenleben zu retten, ist wahnsinnig einfach“, erklärt Matthias Dasch im Auditorium seines Arbeitgebers Gore in Putzbrunn. Dasch muss es wissen, er spricht aus eigener Erfahrung. Mit seiner Knochenmarkspende hat er einem achtjährigen Buben in Frankreich das Leben gerettet (wir berichteten). Jetzt wurde er für diese Tat mit einer Urkunde geehrt.

„Das ist eine extrem emotionale Sache, sicher nicht immer eine leichte Entscheidung, aber Dasch hat sie für sich getroffen“, meinte Oskar Berger, Mitglied der Geschäftsführung des amerikanischen Unternehmens. Er war nicht der einzige, erinnerte Berger an die Situation im Jahr 2012. Damals hatten die 850 Mitarbeiter der Putzbrunner Niederlassung erfahren, dass die Ehefrau eines Kollegen an Blutkrebs erkrankt war. 169 hatten sich typisieren lassen. „Leider fand sich unter diesen möglichen Spendern kein geeigneter, dennoch konnte das Leben der Frau gerettet werden. In der Datenbank wurde ein passender Spender gefunden“, berichtet Frederick Wecker von der Deutschen Knochenmarkspende (DKMS). Darum seien Typisierungsaktionen so wichtig. Das erhöhe den Datenbestand.

Seit 1991, dem Gründungsjahr der DKMS, sind schon über 50 000 Menschen gerettet worden. „Ich kann nur jeden ermutigen, sich typisieren zu lassen. Es ist ein berührender Moment, wenn man als Spender in Frage kommt und dann erfährt, dass ein Leben gerettet wurde“, erklärt Dasch.

Sein Arbeitgeber Gore will die Initiative mit einer weiteren Aktion unterstützen. „In den nächsten Wochen bitten wir alle knapp 1500 Mitarbeiter an unseren vier Standorten in Deutschland, sich zu beteiligen. Ich hoffe auf eine zahlreiche Teilnahme. Es ist eine schöne Sache zu helfen. Dazu fühlen wir uns alle verpflichtet“, sagt Berger. Die Firma Gore werde die Kosten für die Typisierungsaktion übernehmen. Das sind 50 Euro für die Laborkosten zum Untersuchen jeder abgegebenen Probe.

nie

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