Karlheinz Neumayer leitet seit 18 Jahren die Geschicke der SpVgg Höhenkirchen.  Foto: Archiv big

Ein Leben für den Sport

Höhenkirchen - Karlheinz Neumayer, langjähriger Vorsitzender der SpVgg Unterhaching, feierte seinen 70. Geburtstag.

Es gibt wohl nur sehr wenige im Ort, deren Namen derart mit der Spielvereinigung Höhenkirchen verbunden ist wie der von Karlheinz Neumayer. 23 Jahre lang Vorsitzender, 18 davon am Stück, zwei Jahre lang zweiter Vorstand, Mitglied seit 38 Jahren. Heuer hat „seine“ Spielvereinigung 65-jähriges Bestehen gefeiert, jetzt ist es an dem Vorsitzenden, der gleichzeitig auch Ehrenvorsitzender ist, ein weiteres Fest vorzubereiten: Karlheinz Neumayer ist am Donnerstag 70 Jahre alt geworden. Demnächst will er mit seiner Frau Helga, der großen Familie, einigen „ganz wunderbaren Nachbarn“, ehemaligen Kollegen und den Spezln vom Vereinsstammtisch auf den runden Geburtstag anstoßen.

Der Sport gehört zu Neumayers Leben wie das Netz zum Ball. Als Bub spielte der gebürtige Augsburger Fußball. Ehrensache, dass er in dem Verein seiner Heimatstadt Schriftführer war. „Vielleicht sieht man mir an, dass ich ein Vereinsmeier bin“, antwortet er auf die Frage, warum er so engagiert ist und seit Jahren bei der SpVgg ganz vorne mitmischt. Das Wort „Vereinsmeier“ versteht er dabei durchaus positiv. „Als gebürtiger Schwabe musste ich aber hier erfahren, dass es wohl einen komischen Klang hat.“ Doch das ist Neumayer egal - ihm liege es eben, sagt er selbstbewusst, ehrenamtlich tätig zu sein, Dinge auf die Beine zu stellen. Ins Schwärmen gerät Neumayer, wenn er an die Feste denkt. Das zum 35-Jährigen Bestehen der SpVgg beispielsweise. Ein großes Zelt wurde dazu aufgestellt und sogar die Schönheitskönigin aus Schneizlreuth hat mitgefeiert. „Das war Spitze“, erinnert sich der Vorsitzende. „Eine Riesenshow“ gab es auch zum 50. Vereinsgeburtstag. Die Feste hat Neumayer neben dem Beruf organisiert, 43 Jahre war er bei der EADS. Und dann gab es natürlich den Sport, Neumayer spielt regelmäßig Tennis, obwohl er in beiden Knien Prothesen hat. Amüsiert erzählt er, dass ihn seine Leute aus der Seniorensport-Abteilung schon gefragt haben, wann er denn zu ihnen komme. „Die haben Recht, ich sollte wohl noch mehr machen.“

Im Verein besteht seine Aufgabe vor allem darin, die Aktionen der zehn Sportabteilungen sowie in Kooperation mit der Gemeinde die Belegung der Sportstätten zu koordinieren. Er freut sich auf die Turnhalle des neuen Gymnasiums, die die Sportler mitnutzen können - auch wenn das wieder viel Koordinationsarbeit erfordert. In das Klagelied, das unter anderem auf der Bürgerversammlung auf den schlechten Zustand der Sportplätze angestimmt wurde, mag der 70-Jährige so nicht einstimmen. „Die sind eben in die Jahre gekommen.“ Wie viele Sportler im Ort auch, hofft Neumayer aber auf einen Kunstrasenplatz. „Mal schauen, schön wäre es.“

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