In seinem fast frei geräumten Atelier hat Leonard Lorenz viel Platz. Foto: ina

Leonard Lorenz aus Neufahrn setzt auf den künstlerischen Dialog

Neufahrn - Die Redewendung „Gegensätze ziehen sich an“ ist bekannt und allgemein verständlich. Doch für den Neufahrner Künstler Leonard Lorenz ist das noch viel zu wenig.

Ein Atelierbesuch im großzügigen Artforum in Neufahrn bei Schäftlarn ist erhellend, auch wenn derzeit nur wenig Exponate in der heimischen Werkstatt zu sehen sind. Die Hauptwerke seiner Schaffensfreude sind noch bis zum 15. Februar unter dem Titel „Leichtigkeit im Kraftfeld der Gegensätze“ in der Musikhochschule München zu sehen. Damit hat der gebürtige Österreicher seine zweite Werkschau in dem ehemaligen Nazi-Bau am Königsplatz realisiert. Lorenz: „Die erste Ausstellung war bei bei der Hochschule wie auch bei den Studenten und Besuchern ein großer Erfolg, und ich habe nach sechs Jahren die Herausforderung gerne noch einmal angenommen. Obwohl man speziell in diesen Räumlichkeiten, die eine solche Dominanz ausstrahlen, als Künstler nur schwer bestehen kann.“ Der 64-jährige ehemalige Meisterschüler der Akademie für Bildende Kunst hat sich ein Jahr lang intensiv auf diese Werkschau vorbereitet und eigens große Bronzeplastiken (insgesamt 19) entwickelt, die in den mächtigen Räumen in einem reizvollen Dialog zu seinen Gemälden (insgesamt 24) stehen. Reizvoll ist insbesondere die Verschmelzung der eigentlichen Kontraste, wenn das Zarte und das Starke, Hell und Dunkel sowie der offene und der geschlossene Raum zu einem harmonischen Gesamteindruck werden. Die Werke brauchen natürlich Licht, um ihre volle Leuchtkraft und Wirkung zu entfalten. Das ist im heimischen Atelier mit Oberlichtern und Fensterfronten weniger ein Problem als in der Musikhochschule, die ein begrenztes Lichtspektrum zulässt (mehr dazu lesen Sie am Mittwoch in der Print-Ausgabe). ina

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