„Start me up“ von den Rolling Stones: Die Band „Ruhestö(h)rung“ legt los für den guten Zweck. Foto: Dieter Michalek

Lichtblicke-Benefizkonzerte: Künstler geben Menschen in Not neue Hoffnung

Unterschleißheim - Zwei mal volles Haus, 1100 Zuhörer - was wünscht man sich mehr bei einem Doppel-Benefizkonzert? Bislang kamen 11 723,85 Euro Spenden zusammen bei den beiden Lichtblicke-Konzerten im Bürgerhaus Unterschleißheim. Dazu kommen noch der Erlös aus dem Kartenverkauf und erfahrungsgemäß auch nachträglich überwiesene Spenden.

„Wir sind zuversichtlich, dass wir den Rekord von rund 15 600 Euro im Vorjahr brechen können“, freut sich der stellvertretende Lichtblicke-Vorsitzende Benjamin Straßer. Die Sportgruppe „Sportabzeichen“ des SV Lohhof hat bereits im Vorfeld 420 Euro in ihren Reihen gesammelt. Trainer Henry Halbig hat das Geld Susanne Straßer, Vorsitzender des Vereins „Lichtblicke - Hoffnung für Menschen in Not“ übergeben.

Um die Spendenfreude an den Konzertabenden anzuheizen, stellten Vertreter der drei Vereine ihre Projekte vor. Heuer werden mit dem Erlös die Kinderhilfe Burkina Faso, die Internationale Familienhilfe und der Alveni Flüchtingsdienst des Caritasverbandes der Erzdiözese München und Freising unterstützt. Bereits 2012 hatte die Kinderhilfe Burkina Faso vom Lichtblicke-Konzert profitiert und konnte Kindern und Jugendlichen den Schulbesuch ermöglichen. Heuer soll das Geld in die Finanzierung der Berufsausbildungskosten von jungen Erwachsenen im afrikanischen Land Burkina Faso fließen.

Erstmals zum Zuge kommt die Internationale Familienhilfe: Der Verein erhält Geld für die Sanierung und Erweiterung des Sanitärbereichs in einer Schule im Discgerdorf Toubad Diallaw (Senegal/Westafrika). Zusätzlich sollen Kinder und Jugendlichen unterstützt werden, deren Eltern sich das Schulgeld nicht leisten können. Zum ersten Mal bedacht wurde auch der Alveni Flüchtlingsdienst für seine ehrenamtliche Arbeit mit rund 70 Flüchtlingen in Unterschleißheim.

Zur Spendenbereitschaft trugen vor allem die Künstler bei. Alle haben ihre Wurzeln in Unterschleißheim und traten ohne Gage auf. Zu den Stammgästen ab der ersten Stunde zählen die Gruppen „Phondue“ und „Ruhestö(h)rung“, die seit 2001 mit von der Partie sind, wenn es einmal im Jahr heißt: „Tue Gutes mit Musik“. Viele musikalische Gäste bereicherten bislang das Programm und heuer zählten dazu das Sextett „KlarinezMER“ mit reizvoller Klezmer-Musik inklusive brilliantem Klarinettenspiel und die Cellistin Raphaela Gromes, die 2013 solo auftrat und sich heuer für die Ouvertüre des Gulda Cello Konzerts, mit dem Big Band-Sound von „Ruhestö(h) rung“ zusammentat. Das musikalische Programm ließ so gut wie keine Wünsche offen, denn wie immer wurde auf Vielfalt geachtet. Ob „Start me up“ oder „Großvater“ - da war für jeden Geschmack etwas dabei. Was 2001 mit etwa 100 Gästen bei einem Konzert begann, hat sich zum Erfolgs-Benefizereinis gemausert: Zwei ausverkaufte Konzerte mit 1100 Besuchern. mf

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