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Die Bahnunterführung an der Luitpoldstraße soll erweitert und somit auch für Schwerlastverkehr passierbar gemacht werden.   

Wegen erweiterter Bahnunterführung

Luitpoldsiedlung: Zwei Lösungen gegen Laster-Lärm

Die gute Nachricht: Es gibt Möglichkeiten, die Bewohner der Luitpoldsiedlung gegen Lärm zu schützen, wenn auch Laster durch die Bahnunterführung rollen. Das sind die Lösungen.

Hohenbrunn – Gute Nachrichten für die Bewohner der Luitpoldsiedlung in Hohenbrunn: Es gibt technische Möglichkeiten, um Verkehrslärm von den Wohnhäusern in der Siedlung fernzuhalten. Das zeigt eine Machbarkeitsstudie, die im Hohenbrunner Gemeinderat vorgestellt wurde. Die möglichen Lösungen: ein Tunnel, eine Tieferlegung oder ein Ausbau der Luitpoldstraße  plus Lärmschutzwand.

Hohenbrunn darf nicht mitreden

Nötig sind solche Überlegungen aufgrund der Pläne der Nachbargemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Sie plant, die Bahnunterführung an der Luitpoldstraße zu erweitern. Und zwar so, dass auch Schwerlastverkehr dort fahren kann. Die Bewohner der Luitpoldsiedlung wären direkt betroffen. Das Problem: Hohenbrunn kann kaum mitreden, da die Luitpoldstraße mit Ausnahme des Gehwegs auf Höhenkirchner Flur liegt. Straßenbaulastträger ist der Landkreis.

Gewappnet sein möchte Hohenbrunn dennoch auf alle Fälle. Deswegen wird nun überlegt, wie Verkehr und Lärm bestmöglich den Griff zu bekommen sind. Das Hohenbrunner Bauingenieurbüro „Schmidt + Potamitis“ erstellte daher eine technische Machbarkeitsstudie. 

Vier Varianten, zwei realistisch

Diese besteht eigentlich aus vier Varianten, von ihnen sind aber nur zwei realistisch umsetzbar: Zum einen der Ausbau der Luitpoldstraße mit großem Gehweg, Parkbuchten und einer ordnungsgemäßen Fahrbahn. Hinzu den Wohnhäusern müsste zudem eine Lärmschutzwand errichtet werden. Nach Berechnung des Ingenieurbüros müsste diese fünf Meter hoch sein, damit auch nachts die Lärmschutzwerte eingehalten werden. Zum anderen wäre eine Troglösung denkbar – im Prinzip ein Tunnel ohne Deckel. Oberirdisch wäre eine Anliegerstraße realisierbar, unten könnte der weitere Verkehr fließen, umgeben von lärmmindernden Wänden. Kostenpunkt: rund 13 Millionen Euro – ohne Grunderwerb und Ablösekosten. Die Lösung mit Lärmschutz würde 5,5 Millionen Euro kosten.

Lärmschutzwand direkt am Haus

Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) machte klar, dass es noch viel Diskussionsbedarf geben wird. Denn eine Lärmschutzwand würde direkt an den Grundstücken entstehen, die dann nur mit Rolltoren in der Wand erreichbar wären. Und es gibt viele weitere Fragen und Unklarheiten. Mechthild Heinmüller (SPD) wollte wissen: „Ist das überhaupt wegen des Lärms rechtens, wenn die Unterführung ausgebaut wird, die Luitpoldstraße aber nicht?“ 

Bloß keine Unruhe

Die Antwort des Bürgermeisters: Der Gemeinderat soll sich darüber einmal nichtöffentlich austauschen. Straßmair möchte auf keinen Fall bei den Nachbarn in Höhenkirchen-Siegertsbrunn den Eindruck erwecken, dass Hohenbrunn Unruhe stiften möchte. „Wir wollen uns das nur technisch anschauen, haben aber nichts beschlossen“, betonte er. Und auch Martina Kreder-Strugalla (Grüne) betonte: „Wir müssen alles uns Mögliche versuchen, zu einem Konsens zu kommen.“ Die weitere Vorgehensweise soll demnächst miteinander geklärt werden.

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