So macht Kindern Energie sparen Spaß

- Grundschule Schäftlarn senkt Energiekosten drastisch

Schäftlarn (bg) - Wer behauptet, dass Kinder nicht wirtschaftlich denken können, irrt sich gewaltig. Das Schlagwort, das zur Zeit in der Grundschule herrscht, lautet: Fifty-Fifty. Damit ist das Energiesparprojekt gemeint. Schüler, Lehrer und der Hausmeister bemühen sich seit nunmehr fünf Jahren darum, die Strom-und Gasrechnung drastisch zu senken.

Jetzt hat das Projekt seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. 24 Tonnen Kohlenstoffdioxid wurden eingespart und sorgen nun für eine volle Spielzeugkasse. Die ersparten Energiekosten werden nämlich zur Hälfte an die Schule ausbezahlt - daher auch das Motto "fifty-fifty". Die andere Hälfte wandert in die Gemeindekasse.

Gestern gab es in der großen Pause den lang ersehnten Scheck, und Schuldirektor Hans Dondel strahlte mit den Kindern stolz um die Wette. "Das ist eine gute Motivation, und wir werden das Geld für neue Spielsachen hernehmen", erklärte er unter Beifall. Exakt 1016 Euro erhält die Grundschule, doch die meisten Teilnehmer können mit dieser Summe gar nichts anfangen, schließlich reicht ihr mathematisches Verständnis noch nicht so weit. "Ist doch voll cool", erklärte ein ABC-Schützling kurz und bündig. Er und seine Mitschüler können zwar "nur" bis hundert zählen, wissen aber, wie Energie gespart wird. Kurze Lüftungspausen, die Heizung nie voll aufdrehen und das Licht ausschalten, wenn man es nicht braucht, sind nur einige Erfolgsrezepte der Schüler. Übrigens: Initiator des gesamten Projekts ist Agenda-Sprecher Josef Weiser. Er hofft natürlich auch im kommenden Jahr auf einen ähnlichen Erfolg. "Es wird aber schwer sein, diesen Wert nochmals zu überbieten", erklärte der Umweltreferent Holger Albertzarth. Es sei wohl bereits das Maximum erreicht worden. Aber im nächsten Jahr werden sie wieder kommen und vielleicht einen neuen Scheck mitbringen.

Neben den Kindern ist auch die Gemeinde glücklich. "Fifty-fifty" spült schließlich auch 1016 Euro in die leeren Haushaltskassen. "So eine Aktion ist vorbildlich, und wir alle haben etwas davon", meinte der Bürgermeister Matthias Ruhdorfer.

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