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Julia Schäfer freut sich über die Belohnung von der Polizei.

Mädchen (14) helfen der Polizei bei Verhaftung von Gewalttätern

Kirchheim - Für ihre Hilfe zur Ergreifung zweier polnischer Gewaltäter im Mai 2007 hat am Mittwoch die Kirchheimerin Julia Schäfer (14) 200 Euro Belohnung im Polizeipräsidium München erhalten.

Auch ihre Freundin und Klassenkameradin aus der 8a der Kirchheimer Hauptschule, Christina Berge, die wegen Krankheit nicht zur Übergabe kommen konnte, wird 200 Euro erhalten.

Die beiden Mädchen hatten am Samstag, 5. Mai 2007, nach einem ersten Kontakt mit den brutalen Schlägern, die später in der Nacht zwischen Jugendfreizeitstätte Rülps und dem Vereinsheim am Merowinger Hof ein Mitglied der Pfadfinder brutal und lebensgefährlich zusammen schlugen, sich deren Autokennzeichen gemerkt. Das notierte Kennzeichen, lobt die Polizei, war ein wichtiges Puzzleteil zur Ergreifung der Täter. Für ihre Zerstörungswut und Brutalität wurden später der Ältere der Polen zu zwei Jahren Freiheitsstrafe wegen gefährlicher Köperverletzung, der Jüngere wegen versuchten Mordes zu sieben Jahren Jugendstrafeverurteilt.

Bei einer Gegenüberdarstellung wenige Wochen nach der Tat erkannten die Mädchen die Täter sofort. Nur sollte es anfangs von der ausgesetzten Belohnung in Höhe von 5000 Euro gar nichts geben. Das empörte die Gemeinderäte und Bürgermeister Heinz Hilger so, dass sie einen Zivilcourage-Preis in Höhe von 150 Euro je Mädchen auslobten. Außerdem setzte sich Hilger, der die Zivilcourage der Mädchen lobt, auch für eine Belohnung beim Präsidium ein.

Nachdem auch der Münchner Merkur nachhakte, hieß es, dass man aus dem „Verfügungsfonds“ jeweils 100 Euro zahlen wolle. Daraus wurden jetzt 200 Euro für jedes Mädchen. Geld, von dem Julia schon genau weiß, was sie machen will. Sie strahlt: „Da gehe ich shoppen. Neue Schuhe, Frühjahrssachen, irgendetwas Fetziges halt.“

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