Magische Momente auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft

- VON BENEDIKT GARSKY Pullach - Das ist ja nochmal gut gegangen, wird so mancher Zuschauer gedacht haben. Denn um sich für die Deutschen Meisterschaften im Zaubern zu qualifizieren, zeigten jetzt 300 Zauberer in Pullach waghalsige Tricks. Damit sorgten sie für Raunen im Publikum und verwandelten das Bürgerhaus und die Burg Schwaneck in ein Zentrum der Magie.

Nach dem Zauberer-Boom vor einigen Jahren, den damals David Copperfield und Hans Klok ausgelöst hatten, war es um die Branche ein wenig still geworden. Natürlich gab es jetzt auch einen Grund, warum sich die Crème de la Crème der deutschen Zauberkunst in Pullach versammelte: Es ging schließlich um die Zulassung zur Deutschen Meisterschaft, die der Magische Zirkel veranstaltet.

Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass sich auch Lokalmatadoren unter den Teilnehmern befanden und sogar Spitzenergebnisse erzielten. In insgesamt acht Kategorien traten die Freizeit- und Hobbykünstler gegeneinander an. Der Pullacher Reinhold Florian holte in der Sparte "allgemein mit Sprache" die höchste Punktzahl. Als Gaston Gunther verzauberte er das Publikum mit seinem Stück "Bazillus Magikus". Trickreiche Fingerkunst und die Begabung, die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu lenken, ist die Grundvoraussetzung für einen derartigen Erfolg.

Die 26-jährige Caroline Voit aus Pullach freute sich über ihren dritten Platz in der Kategorie "allgemeine Zauberei mit Musik". Es war das erste Mal, dass sie an einem Wettbewerb teilnahm.

Tochter tritt in magische Fußstapfen

Besonders ihr Vater Harold Voit strahlte über den Podiumsplatz seines Schützlings. Er ist schließlich Vorsitzender des Ortszirkels München, der dem Magischen Zirkel angehört. Im Jahr 1978 hat er selbst den deutschen Meistertitel geholt. "Das macht einen schon stolz, wenn die Tochter in die Fußstapfen des Vaters tritt", sagte Voit, der damals in der Kategorie "Illusion" gewann. Da liegt natürlich die Vermutung nah, dass er seiner Tochter ein paar Tricks verraten hat. Dabei geben die meisten Künstler ihre Zaubereien selten preis - zu groß ist ihre Angst, dass jemand hinter ihre Fassade schaut.

Besonders in den zwei Galashows waren die Künstler zu Bestleistungen aufgelegt. Und so war es kaum verwunderlich, dass diese Veranstaltungen ausverkauft waren. Die Teilnehmer, die in Pullach am besten abschnitten, fahren im Januar 2005 zu den Deutschen Meisterschaften.

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