Malen verbindet die Kulturen

Grasbrunn - Der Indianer, ursprünglich auf dem Titelbild eines Schreibblocks, erstrahlt auf der Leinwand in frohen Farben. Gesichter aus Bleistiftlinien blicken in den Raum. Und ein Geist kommt aus einer Flasche herausgeflogen, gemalt mit Buntstiften. Ausstellungen kennen die Besucher des Neukeferloher Kulturcafés im Bürgerhaus bereits: Neu sind diesmal aber die Künstler: junge Asylbewerber hauptsächlich zwischen viereinhalb und 15 Jahren alt.

Sie haben in verschiedenen Malkursen in den Ostern-, Pfingst- und Sommerferien zahlreiche Bilder gemalt. Viel zu schade sei es gewesen, die nicht zu zeigen, sagt Karin Bales-Pfrang (63), die die Malkurse mit geleitet hat: „Da habe ich gedacht: Da musst du was draus machen.“ Auch sie wollte im Asylhelferkreis mithelfen, als im vorigen November die ersten Flüchtlinge nach Grasbrunn kamen. Sie arbeitet in der IT-Branche und malt in ihrer Freizeit. Das waren die Angebote, die sie machen konnte. Malen war gewünscht, und wurde gut angenommen. Fünf bis neun Kinder nahmen teil, einmal sogar Jugendliche und ein Erwachsener. Nur für Erwachsene alleine klappt ein solches Angebot bislang noch nicht. Aber das soll auch noch werden. Für die Kinder bleibt das Angebot auf jeden Fall auch in den kommenden Ferien bestehen. „Die sind sofort da“, sagt Karin Bales-Pfrang. Und Grasbrunns Bürgermeister Klaus Korneder stellte bei der Eröffnung der Ausstellung fest, wie gut Malen über Kulturkreise hinweg funktioniert: „Wie sich zeigt, braucht man zum Malen von Bildern keine Sprache.“ Daher lautet auch der Titel der Ausstellung „Kunst geht in jeder Sprache!“.

Ihre selbstgemalten Bilder bekommen die Kinder nach der Ausstellung zurück - gerahmt, denn binnen weniger Tage hatten die Grasbrunner auf einen Aufruf hin Bilderrahmen gespendet.

Die Ausstellung läuft bis zum 30. Januar 2016 im Kulturcafé im Bürgerhaus Neukeferloh, Leonhard-Stadler-Straße 12.

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