Malerei und Fotografie im Kubiz

Unterhaching - Malerei und Fotografie sind im Unterhachinger Kubiz zu sehen. Eva Böhm-Friedl und ihr Mann Klaus Friedl präsentieren ihre Arbeiten.

20 Bilder in vielen Variationen, Techniken und Farben stammen von Eva Böhm-Friedl. „Es ist irre, was es an Frauen gibt“, sagt die Münchnerin (60). „Da werden mir nie die Ideen ausgehen.“ Portraits, Aktskizzen, eine Frauenfigur in einer Collage geformt, die Künstlerin gibt sich vielseitig. Sie malt in Acryl, teils in sehr kräftigen, leuchtenden Farben, verwendet hin und wieder auch Kohle sowie andere Materialien für die Collagen. Hinter ihren Bildern „steckt keine Botschaft“, sagt die Malerin. Sie wolle „etwas Schönes zeigen“. Dazu gehöre in der heutigen Zeit Mut, findet Böhm-Friedl. Denn häufig werde Hässliches, Verstörendes gezeigt. Sie besuche zum Beispiel regelmäßig die Biennale in Venedig, wo es in zahlreichen Kunstwerken um „Blut und Exkremente“ gehe. Seit 25 Jahren beschäftigt sie sich mit Kunst und gehört der Malerinnen-Gruppe „Mal-e-diven“ an.

„Augenblicke der Stille“ zeigt Ehemann Klaus Friedl (64) in 22 Fotografien, aufgenommen in sechs Ländern. Mit seiner Kamera hat er Momente festgehalten, Szenen, Situationen, in denen es eigentlich deutlich lebendiger zugeht und nun absolute Ruhe herrscht. Es sind Bilder zum Innehalten. „Betriebsschluss“ beispielsweise zeigt den U-Bahnhof Marienplatz. Keine Menschenseele ist zu sehen. Er habe das Foto aufgenommen, als er nachts um halb zwei mit seiner Frau am Marienplatz ankam. „Wir waren mit dem letzten Flieger gekommen und sind mit der S-Bahn in die Stadt gefahren“, erzählt der Fotograf. Den ,Flieger‘, den nimmt das Ehepaar häufiger. Reisen ist die große Leidenschaft, die sie mit ausführlichen Berichten auf einer eigenen Internetseite dokumentieren. Zuletzt waren die beiden, die früher als Lehrer gearbeitet haben, in den USA und sind die Route 66 gefahren. Auf dieser Reise sind einige „Augenblicke der Stille“ entstanden, aber auch in Namibia, Italien, Österreich, Island - und am Starnberger See. Seit 41 Jahren reisen die Friedls, früher gemeinsam mit ihren Kindern, durch die Welt. „Zwei, drei Monate im Jahr“ sind sie unterwegs, erzählt Klaus Friedl. Auf Reisen werde sie auch zur Fotografin, sagt seine Frau. „Dort wird aus der Leidenschaft fürs Malen die für die Fotografie.“

Die Ausstellung ist noch bis 29. Mai im Kubiz in Unterhaching zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 22 Uhr, in den Ferien bis 16 Uhr und bei Veranstaltungen. Geschlossen am Samstag, 23. Mai. (hei)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

US-Soldat stirbt tragisch vor 75 Jahren: Die bewegende Geschichte hinter diesem Gedenkstein in Hohenbrunn
Nach dem Kriegsende in Deutschland kam ein beliebter Mediziner der US-Armee in Glonn unter tragischen Umständen ums Leben. In Hohenbrunn erinnert ein Gedenkstein an sein …
US-Soldat stirbt tragisch vor 75 Jahren: Die bewegende Geschichte hinter diesem Gedenkstein in Hohenbrunn
Museum mit Tablet und Touchscreen: So modern kann Stadtgeschichte sein
Stadtgeschichte in modernem Gewand erwartet die Besucher künftig im Unterschleißheimer Stadtmuseum, das nach dem Umbau mit Tablets und Touchscreens ausgestattet wird.
Museum mit Tablet und Touchscreen: So modern kann Stadtgeschichte sein
Trainieren hinterm Duschvorhang: So bereitet sich diese Fitnessstudio-Chefin auf den Neustart vor
Wo normalerweise der Schweiß in Strömen fließt, herrscht seit Wochen gähnende Leere. Doch damit ist jetzt Schluss. Am Montag dürfen Fitnessstudios wieder aufsperren. Ein …
Trainieren hinterm Duschvorhang: So bereitet sich diese Fitnessstudio-Chefin auf den Neustart vor
Pullach: Anzeige gegen Bürgermeisterin Tausendfreund
Der Streit in Pullach um die Personalie Christine Eisenmann beschäftigt nun tatsächlich die Staatsanwaltschaft und die Kommunalaufsicht. Und auch die Bücher von …
Pullach: Anzeige gegen Bürgermeisterin Tausendfreund

Kommentare